Die Trainer ziehen die Zügel an

Topfit wollen die Handballerinnen des TV Oyten im Oktober in die neue Saison starten. Ashley Butler kommt vom Oberligisten HSG Hude/Falkenburg



Für Franca Jakob (rechts) und ihre Teamkolleginnen ist die Sommerpause zu Ende. Es hat die Vorbereitung auf eine Saison begonnen, an deren Ende der Klassenerhalt stehen soll. (Björn Hake)

Oyten. .Startet die Saison in der 3. Handball-Liga der Frauen wie vom Deutschen Handballbund geplant im Oktober, wissen die Spielerinnen des TV Oyten, mit welcher Zielsetzung sie in die Serie gehen. Im Grunde kennen die „Vampires“ den Plan ihrer Trainer Marc Winter und Lars Müller-Dormann bereits seit vielen Wochen. Schon vor dem coronabedingten Abbruch der Saison 2019/2020 hatte Winter das Ziel ausgerufen: Der TV Oyten soll auch 2021/2022 drittklassig sein. Damit dieser Plan auch aufgeht, sind die Handballerinnen aus Oyten nun voll und ganz in die Vorbereitung gestartet. Die ersten Einheiten sind absolviert. Aber sie bildeten nur den Auftakt schweißtreibender Monate.

Einen kompletten Kaltstart habe sein Team allerdings nicht hingelegt, sagt Marc Winter nach der ersten intensiveren Trainingswoche. „Wir haben auch vorher schon etwas gemacht“, klärt der Coach auf. Als es die Corona-Vorschriften zugelassen hatten, wieder gemeinsam unter freiem Himmel zu trainieren, habe sich das Team einmal in der Woche getroffen. „Als wir dann zurück in die Halle durften, wurde zweimal pro Woche trainiert“, erzählt Winter. Und nun wird das Pensum eben ein weiteres Mal erhöht. Winter und Müller-Dormann bitten nun dreimal in der Woche zum Training. „Wir haben uns stetig gesteigert. Jetzt werden die Zügel noch einmal angezogen.“ Auch an den Wochenenden werden sich die Spielerinnen häufig sehen. Am 1. August steht ein Triathlon an, ab Ende August tragen die „Vampires“ zudem ihre ersten Trainingsspiele aus.

Einen Höhepunkt der Vorbereitung soll in diesem Jahr am 13. September der Luxat-Cup bilden. Bei dem Turnier, das nach dem verstorbenen TVO-Edelfan Joachim Luxat benannt wurde, begrüßt der TV Oyten die Drittligisten SFN Vechta, TV Hannover-Badenstedt und BV Garrel sowie den MTV Peine. Das Ex-Team von Marc Winter wurde in der vergangenen Saison Meister der Oberliga Niedersachsen, verzichtete aber auf sein Aufstiegsrecht.

Ging es in den Wochen vor dem „Anziehen der Zügel“ unter anderem darum, Blessuren und Verletzungen der Vorsaison auszukurieren, wollen die beiden Coaches die Handballerinnen aus Oyten jetzt in einen topfitten Zustand bringen. Die Fitness sei nämlich ein Problem gewesen, als er mit Lars Müller-Dormann die Mannschaft im Laufe der Vorsaison übernommen hatte. „Die Mannschaft war körperlich in keinem guten Zustand“, erinnert sich Winter. Das müsse sie aber sein, damit sie den Handball spielen könne, den die beiden Trainer sehen wollen. Das TVO-Duo an der Seitenlinie fordert in der neuen Saison vor allem ein hohes Tempospiel. „Die Mädels sollen 60 Minuten lang Vollgas geben können“, verdeutlicht Marc Winter.

Die erste intensivere Trainingswoche macht dem erfahrenen und ebenso engagierten Coach schon einmal Mut. „Die Mädels haben in den vergangenen Tagen wirklich gut gearbeitet. Das haben wir ihnen nach der dritten Einheit auch ausdrücklich gesagt. Der Anfang fühlt sich sehr gut an.“ Schließlich soll die Motivation groß bleiben. „Die Stimmung ist zudem sehr gut. Die neuen Spielerinnen wurden gut aufgenommen“, beschreibt Winter die Gefühlslage im Team. Obwohl die Corona-Pandemie die Möglichkeiten in diesem Jahr einschränkt, soll auch das Teambuilding in den kommenden Monaten nicht zu kurz kommen. Besondere Dinge seien bereits in der Planung, sagt Winter. Nicht nur das Saisonziel wurde frühzeitig ausgerufen. Die Kaderplanung hatten Winter und Müller-Dormann ebenfalls schon im Frühling abgeschlossen. Nun hat sich aber doch noch einmal etwas im Aufgebot getan. Zu den „Vampires“ ist jetzt auch Ashley Butler gestoßen. Die Rechtsaußen kommt vom Oberligisten HSG Hude/Falkenburg und vergrößert die Riege der Linkshänderinnen beim TVO auf vier Spielerinnen. Laut Winter hatte Butler auch ein Angebot vom Bundesligisten TSV Bayer 04 Leverkusen vorliegen. Aufgrund ihrer beruflichen Situation habe sie sich dann aber für ein Engagement bei den „Vampires“ entschieden.

Viele Linkshänderinnen haben Winter und Müller-Dormann in ihren Reihen. Was sie aber genauso gerne haben möchten, sind möglichst viele Punkte auf dem Konto, wenn am 15./16. Mai 2021 die Drittliga-Saison endet. Damit dies und der damit verbundene Klassenerhalt gelingt, hat das Trainer-Duo nun die Zügel im Training angezogen.

Quelle: Achimer Kurier - Autor: Florian Cordes

28.07.2020, 10:38 Uhr Presseberichte