Der Plan geht auf

TV Oyten bezwingt auswärts den Tabellenvierten Viöl mit 25:24


Avancierte mit ihren Treffern zum 24:23 und 25:24 zur Matchwinnerin für den TV Oyten: Anna-Lena Meyer (am Ball).

Viöl. Bei Amtsübernahme hatte Marc Winter gesagt, dass er den Fokus auf eine stabile Defensive legt. Aus dieser soll der TV Oyten mit Gegenstößen zum Erfolg kommen. Das war die Marschroute des Coaches für die Drittliga-Handballerinnen des TVO und die setzen diese Vorgabe immer besser um. Beim 25:22 gegen Henstedt-Ulzberg hatten die Oytenerinnen bereits das erste Mal das umgesetzt, was sich der Trainer vorgestellt hatte, zuletzt gegen Wattenbeck beim 28:33 wiederum nicht. Nun folgte für den Vorletzten des Klassements ein 25:24 (12:13)-Erfolg beim Tabellenvierten HSG Jörl DE Viöl.
Und der Schlüssel zum Erfolg? Das war natürlich die Defensive. „Der Hauptfaktor war die Deckung“, betonte entsprechend Marc Winter. „Wir müssen einfach über die Abwehr kommen und dann unsere Gegenstöße nutzen. Das haben wir gemacht und wir haben 60 Minuten gekämpft.“ Der Coach war naturgemäß äußerst zufrieden mit dem Ausgang, das galt auch schon für den Beginn. Oyten erwischte den besseren Start und konnte zwischenzeitlich auf einen Vier-Tore-Vorsprung verweisen – 12:8 (22.). Viöl antwortete mit einer Umstellung und nahm nun Lisa Bormann-Rajes, die insgesamt auf sechs Tore kam, kurz. Die Gäste aus Oyten kamen dennoch weiter zu ihren Chancen, doch nun wurden sie nicht mehr genutzt. Die HSG hingegen schon und ging ihrerseits mit einer 13:12-Führung in die Pause.
Winter bekräftigte seine Strategie in der Kabine und sagte seinen Schützlingen, dass sie gute Chancen haben würden, wenn sie die Fehlwürfe wieder einstellen würden. Dem war zunächst aber nicht so. Oyten lief dem Rückstand hinterher, der sich teils auf drei Tore erstreckte (13:16 und 18:21). Doch die „Vampires“ ließen sich zur Freude ihres Coaches davon nicht beirren, überzeugten weiter in der Defensive und trafen in der Schlussphase auch wieder besser das Tor. Zum Tragen kam dabei auch Winters Umstellung auf 4:2 mit zwei Kreisläuferinnen. Jana Kokot kam nun dreimal in Folge, einmal per Siebenmeter, zum Erfolg und stellte damit auf 23:23. Die Gastgeberinnen reagierten und deckten fortan die beiden Kreisläuferinnen zu. Doch das Momentum war nun auf Oytener Seite. Genutzt wurde es in Person von Anna-Lena Meyer, die sowohl das 24:23 als auch das entscheidende 25:24 erzielte. „Da hat sie sich zweimal stark durchgesetzt“, lobte Winter.
Somit hatte der TV Oyten am Ende doch noch die Nase vorn, obwohl er letztmals in der 25. Minute die Führung innehatte. Entsprechend erfreut kommentierte Marc Winter: „Hinten kackt die Ente.“

Quelle: Achimer Kurier - Autor: Patrick Hilmes

10.02.2020, 06:12 Uhr Presseberichte