Hauptrunde erreicht

Der erste Schritt ist gemacht: Wiebke Meyer steht mit Deutschland bei der U17-Europameisterschaft in der Hauptrunde



Die frühere Rückraumspielerin des TV Oyten, Wiebke Meyer, spielt derzeit für Deutschland bei der U17-Europameisterschaft. (Björn Hake)

Achim/Celje. Das Minimalziel ist erreicht: Nach Siegen gegen die Niederlande (22:21) sowie Portugal (34:25) und einer Niederlage im abschließenden Gruppenspiel der Vorrunde gegen Dänemark (24:30) hat Wiebke Meyer mit der U17-Nationalmannschaft des Deutschen Handball-Bundes (DHB) bei der Europameisterschaft im slowenischen Celje die Hauprunde erreicht. Durch das Weiterkommen hat sich die DHB-Auswahl um Trainer Maik Nowak und seine Assistentin Barbara Hetmanek zudem für die U19-WM in China im kommenden Jahr qualifiziert.

In der Hauptrunde der kontinentalen Titelkämpfe heißen die Gegner für die Linkshänderin aus Achim und ihre Team-Kolleginnen nun Frankreich und Russland. Nach der Pleite im Kampf um den Gruppensieg nimmt die DHB-Auswahl allerdings die Niederlage gegen Dänemark mit in die Spiele der Hauptrunde. Der Kontrahent aus Skandinavien profitierte vom 35:34-Last-Minute-Sieg der Niederlande gegen Portugal. Bei einem Unentschieden wäre Portugal mit in die Hauptrunde eingezogen.

Wiebke Meyer zählt im Nowak-Team inzwischen zu den Stammkräften. Gegen Dänemark stand die zukünftige Leipzigerin etwa 45 Minuten auf dem Feld. Ihren einzigen Treffer erzielte sie nach 13 Minuten zum 5:6 aus Sicht der DHB-Auswahl. Seine Mannschaft habe in der Abwehr zu viele Zweikämpfe verloren, nannte Maik Nowak einen Grund für die Niederlage. Dänemark hatte sich nach dem Seitenwechsel Tor um Tor abgesetzt. Spätestens beim 27:22 – sechs Minuten vor dem Ende – war das Match entschieden.

Deutschland trifft am Dienstag ab 15 Uhr zunächst auf Frankreich, den Sieger der Gruppe D. Am Mittwoch wartet Russland auf das DHB-Team. Die Erst- und Zweitplatzierten der beiden Hauptrundengruppen spielen am Freitag im Halbfinale um den Endspiel-Einzug, für die Dritten und Vierten geht es in der Platzierungsrunde um die Ränge fünf bis acht weiter. Er freue sich auf „zwei hochklassige Partien auf hohem Niveau“, meint Nowak. Mit Frankreich und Russland, so die Einschätzung von Wiebke Meyer, habe man nun zwei Titelfavoriten vor der Brust: „Mit einer ähnlich starken Leistung wie gegen Portugal sind wir aber nicht chancenlos.“

Quelle: Achimer Kurier  -  Autor: Jürgen Prütt

05.08.2019, 17:45 Uhr Presseberichte