Raus aus dem Oberhaus

Die männliche A-Jugend des TV Oyten hat die dritte Qualifikation in Folge zur Bundesliga verpasst

 

Bjarne Niemeyer muss mit dem TV Oyten nun die Relegation zur Oberliga-Vorrunde angehen.

Groß Lafferde. Die Bundesliga-Saison 2019/2020 wird ohne die A-Jugend-Handballer des TV Oyten ablaufen. Nachdem die „Vampires“ mit einem Erfolg gegen die JSG Hainich/Nessetal in der Qualifikation in die zweite Runde eingezogen waren, reichte es dort für den TVO-Nachwuchs für keinen weiteren Sieg. In Groß Lafferde belegten die Oytener nach drei Niederlagen den letzten Platz. Nach einem 10:17 gegen die NSG EHV Nickelhütte Aue und dem 14:15 gegen den OHV Aurich zog der TVO am Sonntag auch in der bedeutungslosen Partie gegen Eintracht Hildesheim mit 20:27 den Kürzeren.

Obwohl es für die Jungs aus dem Landkreis Verden nicht zu einem dritten Jahr im Oberhaus gereicht hat, sah Marc Winter viel Positives. In den meisten Spielen, betonte der Trainer der „Vampires“, sei seine Mannschaft  durchaus auf Augenhöhe gewesen. „Statt mit null hätten wir auch mit fünf Punkten in das letzte Spiel gehen können. An der Deckung und an den Torhütern hat es nicht gelegen. Unter dem Strich haben wir uns durch unsere Abschlussschwäche um eine bessere Platzierung gebracht. Dieses Manko hat sich durch das ganze Turnier gezogen“, lautete das Urteil des Coaches. In den beiden Partien am Sonnabend war Winter nicht einverstanden mit den Schiedsrichtern. Die Unparteiischen aus Magdeburg hätten bei den Niederlagen gegen Aue und Aurich mit zweierlei Maß gemessen, kritisierte der 52-Jährige: „Da wurde nicht immer neutral gepfiffen.“

Nahe an einem Sieg war der TV Oyten beim 14:15 gegen den OHV Aurich. Nach einem 2:5-Rückstand hatte Marc Winter gegen die Ostfriesen umgestellt: Niklas Wallrabe, Maximilian Sell und Bjarne Niemeyer bildeten fortan die Aufbaureihe. Und das mit Erfolg. Aus dem Drei-Tore-Rückstand machte der TVO eine 8:5-Führung.  Zum Sieg reichte es trotz einer Zwei-Tore-Führung – Johannes Seeliger und der vierfache Torschütze Maximilian Sell hatten auf 14:12 gestellt – dennoch nicht für die „Vampires.“ In Überzahl drehte der OHV die Partie noch zu seinen Gunsten. In der ersten Partie des Sonnabends hatte der TV Oyten zuvor dem zukünftigen Bundesligisten aus Aue bis zum 5:7 Anfang der zweiten Halbzeit einen großen Kampf geliefert. „Zum Ende haben wir dann aufgemacht und der Gegner ist zu einigen Kontertoren gekommen“, erklärte Winter den Endstand.Dass die beiden Direktplätze in Groß Lafferde an die NSG EHV Nickelhütte Aue und den TSV Anderten gehen würden, stand bereits vor dem abschließenden direkten Duell der beiden Klubs fest. Als drittes Team erhält Eintracht Hildesheim in der nächsten Runde am Pfingstwochenende eine weitere Chance. Sieben Vertretungen aus dem gesamten Bundesgebiet werden dann – aufgeteilt in zwei Gruppen – die beiden letzten Plätze für das Oberhaus ausspielen. Aufgrund des besseren Torverhältnisses verwies die Eintracht den punktgleichen OHV Aurich auf Platz vier. In der Gruppenphase hatten sich beide Mannschaften 18:18.

Für den TV Oyten ist nach der Bundesliga-Qualifikation nun vor der Oberliga-Relegation. Aufgrund der Statuten des Verbandes haben die ehemaligen Bundesligisten keinen Startplatz in der Oberliga-Vorrunde sicher. Derweil lässt Marc Winter keine Zweifel aufkommen, dass er seine Arbeit beim TV Oyten fortsetzen wird. „Es macht mir viel Spaß mit der Mannschaft und auch die Stimmung in der Truppe ist gut, obwohl es nicht zum Aufstieg gereicht hat."

Quelle: Achimer Kurier - Autor: Jürgen Prütt

03.06.2019, 10:11 Uhr Presseberichte