Die Pause endet, der Trainer bleibt

Oyten. Jetzt aber – unter dieses Motto kann das Heimspiel des TV Oyten gegen den SV Germania Fritzlar problemlos gestellt werden. Denn nachdem die Partie des TVO beim TVE Netphen vor zwei Wochen kurzfristig verlegt worden war, brennen die Oytenerinnen förmlich darauf, wieder ins Geschehen der 3. Liga West einzugreifen. Und auf die Handballerinnen des TVO wartet in ihrer ersten Partie des Jahres 2019 gleich ein Topspiel: Der Tabellenvierte empfängt am Sonntag (Anpfiff um 15 Uhr) mit Fritzlar den aktuellen Zweiten des Klassements.

Mit dem Heimauftritt gegen Fritzlar geht für die „Vampires“ eine recht lange Pause zu Ende. Ihr jüngstes Spiel trugen die Oytenerinnen kurz vor Weihnachten aus. Daher ist es auch schon fast ein wenig in Vergessenheit geraten, dass der TV Oyten noch immer eines der Teams der Stunde in der 3. Liga West ist. Denn seit nunmehr acht Spielen hat die Mannschaft von Trainer Jörg Leyens nicht mehr verloren. Die bislang letzte Niederlage datiert vom 14. Oktober 2018. Gegner damals: der SV Germania Fritzlar. Mit 27:26 gewann der Tabellenzweite, der ebenfalls ein Team der Stunde ist. Fritzlar ist bereits seit neun Begegnungen ungeschlagen.Während der Pause viel gearbeitetAllein die knappe Niederlage dürfte für den TV Oyten Motivation genug sein. Doch es gibt noch einen weiteren Motivationsansatz. Mit einem Sieg wären die „Vampires“ plötzlich mittendrin im Titelkampf. Das weiß auch Jörg Leyens: „Natürlich schauen auch wir ab und zu mal auf die Tabelle. Dieses Spiel ist für uns eine große Chance.“ Im Vergleich zu seinem Team hat Fritzlar seit dem Jahreswechsel allerdings schon wieder zwei Spiele absolviert. Ob dies ein Vorteil für die Gäste ist, vermag der Coach des TVO im Vorfeld nicht zu beurteilen. „Dass Fritzlar schon zweimal gespielt hat, ist für mich nicht wichtig“, sagt Jörg Leyens, der die Begegnung mit viel Selbstvertrauen angeht. „Wir haben während der Spielpause unser Training voll durchgezogen. Unter anderem haben wir viele Laufeinheiten gemacht. Es ist wichtig, das auch während der Saison zu tun.“ Vor allem in den engen Spielen habe die gute Kondition seinem Team entscheidend geholfen.Mit knappen Resultaten kennt sich auch Fritzlar aus. Besonders in diesem Jahr musste das Team aus Nordhessen zweimal gute Nerven beweisen: Beim Tabellenletzten BV Garrel wäre der Zweite um ein Haar gestolpert. Fritzlar gewann hauchzart mit 25:24. Vor einer Woche stand für Fritzlar der Vergleich mit dem Spitzenreiter aus Solingen an. Die Partie endete 20:20. Damit auch sein Team einen oder im besten Falle zwei Punkte holt, müsste vor allem die Anzahl an Fehlern möglichst gering gehalten werden.

Doch schon vor dem ersten Spiel des Jahres gibt es beim TV Oyten Grund zur Freude. Denn der Verein und Jörg Leyens haben sich darauf geeinigt, dass sie auch in der neuen Saison zusammenarbeiten wollen. Dass Leyens seinen Vertrag verlängert hat, bestätigte Matthias Mosel, zweiter Vorsitzender der TVO-Handballsparte, auf Nachfrage unserer Zeitung. Sören Boettcher wird zudem weiterhin den Posten des Co-Trainers bekleiden. Der Coach ist glücklich darüber, dass er auch in der Spielzeit 2019/2020 beim TV Oyten auf der Bank Platz nimmt: „Es fühlt sich gut an, wenn man von allen Seiten das Vertrauen genießt.“ Die Verlängerung soll nun aber im Hintergrund stehen. Schließlich geht es für die „Vampires“ darum, sich einen Platz im Titelkampf zu ergattern.


Quelle: Achimer Kurier - Autor: Florian Cordes

08.02.2019, 12:27 Uhr Presseberichte