Wechsel auf der Kommandobrücke

Kai Freese übernimmt bei den Drittliga-Handballerinnen des TV Oyten zur neuen Saison das Traineramt


Handball-Spartenleiter Daniel Moos (rechts) hat Kai Freese (links) als neuen Trainer für die erste Damenmannschaft der "Vampires" gewonnen. Unterstützt wird der Coach von Carolin Sunder, die künftig als Co-Trainer fungieren wird. (Foto: Focke Strangmann)

In der Saison 2022/2023 wird für die Handballerinnen des TV Oyten vieles neu sein. Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit gehen die „Vampires“ nicht mehr in der 3. Liga, sondern in der Oberliga an den Start. Mehrere Spielerinnen haben bereits ihren Abschied angekündigt, sodass der Kader ein neues Gesicht bekommt. Auch auf der Trainerbank wird es eine Veränderung geben. Marc Winter und Lars Müller-Dormann werden die erste Damen nicht mehr coachen. Das Trainergespann wird sich künftig auf die erste Herren konzentrieren, die derzeit gute Chancen auf den Oberliga-Aufstieg hat. Der Nachfolger von Winter und Müller-Dormann wird Kai Freese sein. Den neuen Übungsleiter stellten die „Vampires“ am Montagabend offiziell vor.

„Wir freuen uns, dass sich Kai für uns entschieden hat und sich dieser Aufgabe stellt“, ist Daniel Moos, erster Handball-Spartenleiter des TVO, glücklich über die Zusage des 49-Jährigen. „Ich kann mich nur bei Carolin Sunder und Michael Hidde bedanken, die die Gespräche federführend geführt haben.“ Apropos Carolin Sunder: Die derzeitige Interimstrainerin der Oytener Reserve unterstützt Freese ab der neuen Saison als Co-Trainerin, wird gleichzeitig aber auch weiter für die weibliche B-Jugend zuständig sein. Zudem wird Alexandra Sunder als Athletiktrainerin fungieren. Sören Böttcher bleibt Torwarttrainer der ersten Damen.

Die bisherigen Coaches Winter und Müller-Dormann werden die Drittliga-Frauen damit nur noch in drei Spielen coachen. Mitte November 2019 übernahm das Trainergespann die erste Damen. Zwischenzeitlich coachten Winter und Müller-Dormann neben den Drittliga-Frauen und der ersten Herren auch die männliche A-Jugend. Das Hauptaugenmerk legten die beiden Coaches wenig später auf die Erwachsenen-Teams. Ab der neuen Saison wird es nur noch die erste Herren sein, die Winter und Müller-Dormann betreuen. „Wir haben uns besprochen und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass zwei Mannschaften zu viel sind“, erklärt Daniel Moos.

Mehrere Jahre bei Vechta gearbeitet

Nachfolger Kai Freese hat bis Dezember 2021 mehrere Jahre den Oytener Ligarivalen SFN Vechta trainiert. Der Coach etablierte den Klub in der 3. Liga. Zweimal traf Freese mit Vechta in der Vorrunde der laufenden Saison auf seinen künftigen Arbeitgeber. Beide Partien gewann der neue „Vampires“-Coach mit seiner ehemaligen Mannschaft. Nach seiner Entlassung in Vechta nahmen zuerst Moos und dann Sunder und Hidde Kontakt zu Freese auf. „Wir haben viele Gespräche geführt. Caro und Michael haben mich überzeugt“, erzählt der Coach, der in Vechta als selbstständiger Physiotherapeut arbeitet.

Freese ist sich bewusst, dass es bei den „Vampires“ einen Neustart geben wird. "Oyten kenne ich eigentlich nur als Spitzenmannschaft der 3. Liga. Ich bin aber weit entfernt davon, dass ich jetzt Parolen raushaue. Was mich am meisten überzeugt hat, ist die ambitionierte Jugendarbeit“, erklärt der 49-Jährige seine Beweggründe. Dank der guten Jugendarbeit könnten Nachwuchsspielerinnen aus dem eigenen Verein in die Mannschaft eingebaut werden.

Für die kommende Saison peilt Freese die obere Tabellenhälfte an. Der direkte Wiederaufstieg sei kein Muss. "Ich denke da eher langfristig", sagt der Coach. Sollte den „Vampires“ die unmittelbare Rückkehr in die 3. Liga gelingen, hätte die eigene Reserve die Chance, wieder in die Oberliga aufzusteigen. Die zweite Damen des TVO muss bei einem Abstieg der ersten Mannschaft zwangsläufig in der kommenden Saison in der Landesliga antreten.

Als zukünftiger Oberligist will Freese auf allen Ebenen die Basis für eine Rückkehr in die 3. Liga schaffen. „Es gibt in der 3. Liga bald nur noch 36 Teams. Daher wird es ein Privileg sein, dort zu spielen“, weiß der Übungsleiter, dass die Aufstiegschancen künftig nicht gerade größer werden. Daher müsse jeder viel investieren. Freese freut sich, dass er von Carolin Sunder als Co-Trainerin Unterstützung bekommt. „Ohne sie hätte ich es wohl nicht gemacht. Ich sehe das immer als Team“, sagt der 49-Jährige.

Quelle: Achimer Kurier  -  Autor: Maurice Reding

11.05.2022, 06:10 Uhr Presseberichte