Die Fehler abstellen

Drittliga-Handballerinnen des TV Oyten wollen gegen den VfL Oldenburg II eine Reaktion zeigen


Nathalie Meinke (Mitte) fehlt dem TV Oyten urlaubsbedingt im zweiten Heimspiel der neuen Drittliga-Saison. (Foto: Björn Hake)

Ein Versprechen abzugeben, ist häufig eine heikle Angelegenheit. Denn nicht selten kann es nicht gehalten werden. Daher will Marc Winter, Trainer der Drittliga-Handballerinnen des TV Oyten, vor dem zweiten Heimspiel der Saison 2021/2022 auch keinen Sieg versprechen. Allerdings weiß der Trainer, dass ein Erfolg gegen den VfL Oldenburg II (Anpfiff: Sonntag um 14.30 Uhr) für seine Sieben immens wichtig wäre. Denn mit einer weiteren Niederlage würde der TVO seinem Saisonziel – das Erreichen des sechsten Platzes in der Staffel A – bereits in diesem frühen Stadium der Spielzeit ein wenig hinterherlaufen.

„Hinterherlaufen ist nie gut“, sagt daher auch Marc Winter. Es mache einfach mehr Spaß, wenn man mit seinem Team mittendrin ist um das Ringen der eigenen Ziele. „Deshalb wäre ein Sieg gegen Oldenburg auch so wichtig. Mit dann 4:4 Punkten wären wir im Soll.“ Unterliegen die „Vampires“ dem VfL jedoch – Oldenburg steht mit 2:6 Punkten einen Rang hinter dem TVO in der Tabelle – könnte bereits eine kleine Lücke zum anvisierten sechsten Platz entstehen.

Niederlage analysiert

Dieser Rang hat in dieser Drittliga-Saison eine solch große Bedeutung, weil die ersten Sechs der Staffel A nicht an der Abstiegsrunde im neuen Jahr teilnehmen müssen. Ein wenig Druck ist für den TVO am Sonntag also schon da. „Von einem Pflichtsieg würde ich aber auch nicht sprechen wollen“, sagt Marc Winter mit Blick darauf, dass auf seine Sieben erst das vierte von 22 Spielen in der Staffel A ansteht.

Dass die Oytenerinnen in diese Lage gekommen sind, liegt im letzten Septemberwochenende begründet. Vor zwei Wochen legte die Winter-Sieben einen schwachen Auftritt bei der HG OKT hin. Die Folge: Oyten verlor verdient mit 19:25. „Wir haben uns das Spiel noch einmal alle gemeinsam angeschaut. Wir haben den Mädels die Fehler aufgezeigt. Allerdings haben sie auch selbst gesehen, was sie falsch gemacht haben“, berichtet Marc Winter von der Videoanalyse.

Gegen OKT hätten seine Spielerinnen zu oft die falschen Entscheidungen im Angriff getroffen. „Die Lücken waren in der Deckung da, unser Konzept stimmt. Aber anstatt den Pass so spielen, dass auch eine Überzahl entsteht, wurde sich anders entschlossen.“ In der ersten Trainingswoche nach der Pleite seien die Handbälle mehr oder weniger in der Ecke geblieben. „Wir sind jetzt schon seit Mai wieder dabei. Vielleicht war der Kopf bei der einen oder anderen ein bisschen zu voll mit Handball“, sagt Winter. Doch auch ohne das Spielgerät seien die Einheiten anstrengend gewesen.

Mehr Tore müssen her

Mittlerweile arbeitet er mit dem Team akribisch daran, dass die Fehler aus dem OKT-Spiel im Derby gegen Oldenburg nicht wiederholt werden. Und was zudem besser werden muss: die Torausbeute. In den drei bisherigen Spielen trafen die „Vampires“ insgesamt nur 69-mal. „Klar, das sind zu wenige Tore“, sagt Winter. Allerdings dürfe nicht außer Acht gelassen werden, dass Rückraumspielerin Lotta Heinrich im zweiten Saisonspiel – diese Partie verlor der TVO gegen den BV Garrel – gar nicht dabei war und gegen die HG OKT quasi direkt aus dem Urlaubsflieger das Spielfeld betrat.

Dass die Angriffsleistung noch ausbaufähig ist, verwundert Marc Winter wiederum auch nicht: „Dodo (Co-Trainer Lars Müller-Dormann, Anm. d. Red.) und mir war klar, dass wir vor allem über eine gute Abwehr zum Erfolg kommen müssen.“ Hinter dieser Abwehr könnte bald schon wieder Romina Kahler im Tor stehen. Die Stammkeeperin, die zuletzt geschont wurde, soll gegen Oldenburg wieder im Kader auftauchen. Ob sie auf Anhieb wieder in der Startsieben steht, ließ Winter offen. Verzichten muss er hingegen auf Nathalie Meinke (Urlaub) und Tabea Webner (Zahn-Operation).

Quelle: Achimer Kurier  -  Autor: Florian Cordes

08.10.2021, 06:46 Uhr Presseberichte