Ein grün-weißes Septett für den TV Oyten II

Der TV Oyten ist für Spielerinnen des SV Werder Bremen II in diesem Jahr ein beliebtes Wechselziel. Mehrere Noch-Werderanerinnen laufen in der neuen Saison für das zweite Team des TVO in der Oberliga auf.


Gegen den TV Oyten II hat Jessica Galle (am Ball) unter anderem mit der HSG Hude/Falkenburg gespielt. Künftig trägt sie selbst das Trikot mit der Fledermaus. (INGO MOELLERS)

Kai Flathmann ist zurzeit sehr fleißig. Er arbeitet aktuell akribisch daran, seinen Kader für die Saison 2021/2022 zusammenzustellen. Auch an den Ostertagen hat sich der Trainer der Oberliga-Handballerinnen des TV Oyten II keine Pause gegönnt. Am Montag gab der Coach gleich sieben Namen bekannt, die künftig in der Teamaufstellung der Drittliga-Reserve auftauchen. So wollen Katrin Salkic, Katrin Friedrich, Jessica Galle, Leonie Schulte, Mareike Schlegel, Kathleen Hertes und Tony Schluroff demnächst für den TV Oyten II auflaufen.
Das Septett kommt geschlossen vom SV Werder Bremen II zum TVO. Bei Oytens Ligakonkurrenten setzt sich die Abwanderungswelle somit fort. Denn es sind in diesem Jahr nicht die ersten Spielerinnen, die den Weg von Bremen nach Oyten einschlagen: Mit Lena Janssens und Lotta Heinrich hatten sich bereits zwei Spielerinnen der Zweitliga-Reserve des SVW dem TV Oyten angeschlossen. Sie sollen für die „Vampires“ in der 3. Liga auflaufen. Das gilt auch für Laura Sposato, die die erste Mannschaft des SV Werder in Richtung Oyten verlässt.

Oyten als „super Alternative“

„Bei Werder soll einiges umgestellt werden. Sie wollen mehr auf die Jugend setzen. Das ist ja auch vollkommen in Ordnung“, erläutert Katrin Salkic die Gründe für den Wechsel. Sie und die weiteren etablierten Spielerinnen möchten den größeren Aufwand, der bei Werder II in Zukunft zu erwarten sei, jedoch nicht mehr betreiben. „Ich als zweifache Mutter möchte das für meinen Teil nicht mehr. Schweren Herzens haben wir uns dazu entschieden, Werder zu verlassen. Der TV Oyten II ist für uns aber eine super Alternative. Denn wir wollten gerne weiter in der Oberliga spielen“, sagt Salkic, die mehr als 20 Jahre für Werder in verschiedenen Teams gespielt hat.


Katrin Salkic (am Ball) gehört ebenfalls zu den Spielerinnen, die den SV Werder in Richtung Oyten verlassen. (Olaf Kowalzik)

Kai Flathmann ist ziemlich glücklich darüber, dass er gleich mehrere erfahrene Spieler in seinem Kader aufnimmt: „Die Qualität und die Erfahrung wurde bei uns auf jeden Fall erhöht. Das Schöne ist auch, dass alle Spielerinnen, die nun von Werder zu uns kommen, vielseitig einsetzbar sind. Wir haben jetzt definitiv eine gute Mischung.“ Zudem dürfte die Eingewöhnungszeit des Septetts in Oyten nicht allzu lange andauern. „Aus der aktuellen zweiten Mannschaft kenne ich persönlich nicht so viele Mädels. Da wurde ja auch einiges verjüngt“, sagt Salkic, die als Allrounderin im Rückraum einsetzbar ist. „Aber das Umfeld beim TVO kennen wir natürlich.“ Berührungspunkte durch frühere Aufeinandertreffen mit den „Vampires“ haben die Spielerinnen zur Genüge gehabt.

Kader umfasst 18 Spielerinnen

Nachdem mehrere Spielerinnen aus dem Oytener Oberliga-Kader nach der bereits abgebrochenen Saison 2020/2021 ihren Rückzug angekündigt hatten, zeigte sich, dass dem Team ein Umbruch bevorsteht. Er wurde gemeistert: Denn neben dem Septett, das nun an die Pestalozzistraße gelotst wurde, schließen sich zur kommenden Serie – wie bereits berichtet – Paula Rux, Lisa-Marie Gerling, Anrica Burchhard und Johanna Weber der Flathmann-Sieben an. Darüber hinaus stoßen Benita Moos und Sarah Kennerth aus dem eigenen Nachwuchs zur zweiten Mannschaft der „Vampires“.


Katrin Friedrich wird in Kürze Mutter. (Olaf Kowalzik)

18 Spielerinnen umfasst das Flathmann-Aufgebot für die Saison 2021/2022. Zudem soll nach der Vorbereitung noch eine Torhüterin aus dem Drittliga-Team aufgenommen werden und mit Cora Schumacher das Keeper-Duo bilden, erklärt der Coach der Oberliga-Truppe. „Meine Kaderplanung ist nun abgeschlossen“, sagt Kai Flathmann. Sobald er mit seinem Team ins Training einsteigen kann, wird mit Katrin Friedrich ein Zugang vom SV Werder Bremen II aber wohl noch aussetzen müssen. Sie wird in Kürze Mutter.

Auf den Trainer wartet demnächst die Aufgabe, aus all den neuen und aktuellen TVO-Spielerinnen eine Mannschaft zu formen. Wobei ihm dabei sehr entgegenkommen dürfte, dass ein Großteil seines Kaders zuletzt beim SV Werder Bremen II ein Team bildete. „Es wird aber auf jeden Fall eine schöne Aufgabe, die wir mit viel Freude angehen wollen“, kündigt der Coach an. 

Quelle: Achimer Kurier - Autor: Florian Cordes

06.04.2021, 09:20 Uhr Presseberichte