TV Oyten schließt Planung im Rekordtempo ab

Trainer des TV Oyten haben Gespräche mit den Spielerinnen aus dem aktuellen Kader beendet – Winkler bleibt

Die beiden Trainer des TV Oyten haben die Gespräche mit den Spielerinnen aus dem aktuellen Kader beendet. Als letzte Spielerin hat nun Emily Winkler ihre Zusage gegeben.


Marc Winter (links) und Lars Müller-Dormann gehen mit einem etwas kleineren Kader in die Saison 2021/2022. (Björn Hake)

Diese Geschichte erinnert an den berühmten Vogel und den nicht minder prominenten frühen Wurm. Denn obwohl das Jahr erst rund zwei Monate alt ist, der Start in die Handball-Saison 2021/2022 dementsprechend noch sehr weit entfernt, haben die beiden Coaches des TV Oyten, Marc Winter und Lars Müller-Dormann, bereits Klarheit geschaffen: Sie haben ihre Gespräche mit den Spielerinnen des aktuellen Drittliga-Kaders nun abgeschlossen. Alle Handballerinnen haben für die neue Spielzeit zwar nicht zugesagt – aber der Großteil. Somit steht dem Trainer-Duo Winter/Müller-Dormann mehr als ein Grundgerüst zur Verfügung.

Eine offene Baustelle hatte es in den aktuellen Gesprächen noch gegeben. Bleibt Emily Winkler oder verlässt sie die „Vampires“? Diese Frage war bis Anfang der Woche noch unbeantwortet. Jetzt durfte Marc Winter durchatmen. Die junge Linkshänderin hat dem TV Oyten nun ihre Zusage für die kommende Saison gegeben. „Emily ist ein wichtiger Baustein in unserem Team. Vor zehn Tagen haben wir mit ihr ein sehr gutes Gespräch geführt“, erzählt Marc Winter. „Wir haben ihr ihre Perspektiven aufgezeigt. Das hat sie überzeugt.“

Emily Winkler hat jetzt dem TV Oyten ihre Zusage gegeben. (Björn Hake)

In diesem Gespräch unterhielten sich die beiden Trainer mit der jungen Linkshänderin vor allem über die Rolle, die Winkler beim TV Oyten spielen soll. „Wir sehen unheimlich viel Potenzial in ihr – auch in der Abwehr“, schildert Marc Winter. Dabei sehen Müller-Dormann und er Emily Winkler in der Defensive nicht zwingend auf der Außenposition, sondern durchaus weiter innen. Marc Winter sagte zudem, dass die Zusage Winklers auch viel mit seiner Person und Lars Müller-Dormann zusammenhänge. Winter: „Sie hat sich auch für das Trainerteam entschieden.“

Blutjung und talentiert

Dieses Trainerteam kann hinter die Kaderplanung quasi einen Haken machen. "Ein, zwei Dinge" mit möglichen externen Neuzugängen seien zwar noch offen, "grundsätzlich sind wir aber zufrieden“, sagt Winter, der die Kaderplanung schon fast im Rekordtempo erledigt hat. „Wir haben jetzt einen blutjungen, aber ebenso talentierten Kader“, findet Marc Winter. Die Mannschaft sei künftig auf jeder Position doppelt besetzt – für das Tor stehen den beiden TVO-Coaches mit Romina Kahler, Fenja Hassing und Theresa Beet gar drei Spielerinnen zur Verfügung.

Marc Winter weist jedoch darauf hin, dass der Kader in der Breite ein wenig kleiner wird. Der Grund: Lena Schulz, Elisa Führ, Franca Jakob und Lea Bertram verlassen die „Vampires“. Den Abgängen steht mit Madita Woltemade – sie kommt vom Oberligisten SG Findorff – lediglich ein Neuzugang gegenüber. Einen kleineren Kader zu haben, sei jedoch auch vorteilhaft. Zum einen würden alle Spielerinnen ihre Spielanteile bekommen. Ein weiterer Aspekt empfindet Marc Winter allerdings als viel wichtiger: „Mit einem kleinen Kader lässt sich wesentlich intensiver im Training arbeiten.“ Denn die beiden Coaches haben das feste Ziel ins Auge gefasst, jede einzelne Spielerin in der kommenden Saisonvorbereitung zu verbessern.

Allerdings müssen sich die „Vampires“ noch gedulden. Denn das Training ist für sie noch immer untersagt. „Wir hoffen natürlich, dass wir so schnell wie möglich wieder ins Training einsteigen und den Ball in die Hand nehmen dürfen“, sagt Winter. Darüber hinaus hat der Deutsche Handballbund (DHB) noch keine finale Entscheidung getroffen, wie es mit der aktuellen Drittliga-Saison weitergeht. Offiziell ist der Spielbetrieb bis zum 28. Februar ausgesetzt. Laut des Internetportals „Handball-World“ will der DHB noch in dieser Woche über das weitere Vorgehen informieren.

Quelle: Achimer Kurier  -  Autor: Florian Cordes

24.02.2021, 06:03 Uhr Presseberichte