„Vampires“ sind Heide deutlich unterlegen

Die Handballerinnen des TV Oyten mussten im Auswärtsspiel gegen den MTV Heide mit einer offensiven Deckung zurechtkommen. Das gelang den „Vampires“ aber nur bedingt.



Als Lisa Bormann-Rajes in der 21. Minute traf, sah es für den TV Oyten noch gut aus. Sie erzielte das 11:14. Doch die achtfache Torschützin sollte mit dem TVO noch eine hohe Niederlage kassieren. (Björn Hake)


Von den Topteams der 3. Liga Nord sind die Handballerinnen des TV Oyten in dieser Saison ein großes Stück entfernt – sowohl tabellarisch als auch vom Leistungsvermögen. Das mussten die „Vampires“ am Sonntagnachmittag beim MTV Heide ein weiteres Mal feststellen. Der starke Aufsteiger, der es sich längst in der Spitzengruppe der Liga gemütlich gemacht hat, gewann die Begegnung mit 45:30 (23:16).

Für Jörg Leyens sei die Niederlage zwar insgesamt zu hoch ausgefallen, der Trainer des TV Oyten wollte sie aber auch nicht schönreden. Besonders mit der taktischen Marschroute der Gastgeberinnen in der Defensive habe sich seine Sieben schwergetan. „Der MTV Heide hat extrem offensiv gedeckt. Um gegen solch eine Abwehr gut auszusehen, muss man schon sehr viel Qualität haben“, sagte Leyens. Diese Qualität habe seine Mannschaft aber nicht über die gesamte Spielzeit zeigen können. 

Gleich zu Beginn wurden die Gäste von dem Klub aus Schleswig-Holstein überrannt. Es waren erst zehn Minuten von der Uhr, da lagen die Oytenerinnen schon mit fünf Treffern in Rückstand. Während der MTV fünf Tore erzielt hatte, stand aufseiten der Leyens-Sieben noch die Null. Immerhin gelang Jana Kokot dann das 1:5. Heide antwortete mit zwei Treffern in Folge, sodass der MTV in der elften Minute mit 7:1 in Front lag. Leyens reagierte und legte die Grüne Karte auf den Zeitnehmertisch. Die frühe Auszeit hatte den von Leyens erwünschten Effekt: Fortan fanden die Gäste gegen die offensive Deckung des Gegners immer wieder die richtigen Mittel. „Das Spiel ohne Ball lief in dieser Phase wirklich gut“, lobte Jörg Leyens seine Spielerinnen für die Angriffsleistung. Es lief bei den „Vampires“ sogar so gut, dass sie Mitte der ersten Halbzeit wieder dran waren. Lisa Bormann-Rajes brachte den TVO auf 11:14 (21.) heran.

Doch beim Seitenwechsel war der Rückstand wieder deutlicher. Er betrug sieben Tore – 16:23. Allerdings hätte dieser auch wesentlich knapper ausfallen können. „Wir hatten unter anderem sechs Pfostentreffer“, beschrieb Leyens das Abschlusspech. Zudem scheiterte Lisa Goldschmidt nach dem Abpfiff des ersten Durchgangs bei einem Siebenmeter. 

Nach dem Seitenwechsel sollte sich dann schnell zeigen, dass für den TV Oyten eine Wende nicht im Bereich des Möglichen liegen sollte. Der MTV ließ seine Gäste nun nicht mehr herankommen. Sogar das Gegenteil war der Fall. Gegen die offensive Abwehr tat sich der TVO nun wieder schwerer. „Und unsere Fehler hat Heide dann konsequent genutzt“, sagte Leyens. Jana Kokot erzielte in der 52. Minute Oytens 30. und somit letztes Tor. In den folgenden Minuten trafen nur noch die Gastgeber und schraubten das Resultat in die Höhe.

Schlussendlich stand für den TV Oyten dann eine Erkenntnis, die die Mannschaft in dieser Saison schon mehrfach hinnehmen musste. Die Topteams der 3. Liga Nord sind in dieser Saison ein großes Stück entfernt. „Man muss das Spiel gegen Heide auch ein bisschen isoliert sehen“, sagte Leyens und deutete damit an, dass seine Sieben in dieser Saison gegen andere Teams die nötigen Punkte für den Klassenerhalt einfahren muss. Einer dieser Gegner gastiert im nächsten Spiel in Oyten: Am 24. November kommt mit dem SC Alstertal-Langenhorn ein Team in die Pestalozzihalle, das bisher ebenfalls erst einmal gewonnen hat.

Entnommen aus:
Achimer Kurier - Autor: Florian Cordes

05.11.2019, 12:12 Uhr Presseberichte