Die Entwicklung soll sich fortsetzen

Der TV Oyten hat mit Lars Müller-Dormann einen Trainer geholt, der für erfolgreichen Handball steht. Nun soll das Team auch einen Spitzenplatz in der Liga einnehmen



Auch sie stehen für die Zukunft des TV Oyten: Kreisläufer Timo Blau und Rückraumspieler Robin Hencken (rechts). (Björn Hake)

Oyten. Neue Saison – das bedeutet auch immer Veränderungen. Bei den Landesliga-Handballern des TV Oyten gab es diese auf der Trainerbank. Dort hat Jürgen Prütt nach einer Spielzeit wieder seinen Posten geräumt. Er hat seine Mission erfüllt. Prütt sollte den TVO durch eine ruhige Saison führen. Das ist ihm gelungen – und sogar noch ein bisschen mehr: Die Blau-Roten belegten in der Abschlusstabelle den vierten Rang. Platz hat Prütt für einen Coach gemacht, der die Entwicklung des TVO weiter vorantreiben soll. Lars Müller-Dormann wurde diese Aufgabe anvertraut, gemeinsam mit seinem Co-Trainer hofft er, dass die Erwartungen des Vereins erfüllt werden können. Optimistisch geht das frühere Trainer-Duo des ATSV Habenhausen die Aufgabe definitiv an. Denn das Saisonziel lautet: Es soll eine Verbesserung zur Vorsaison geben.

Bereits durch die Verpflichtung von Müller-Dormann wurde deutlich, dass man sich in Oyten nicht mit Stillstand zufriedengeben will. Mit dem erfahrenen Coach sollen hohe Ziele erreicht werden. Heißt im Detail: Mittelfristig soll es in die Verbandsliga gehen. Vor seinen ersten Saison mit dem TVO will Müller-Dormann das Wort Aufstieg aber noch nicht in den Mund nehmen. Unter die Top drei soll es aber gehen. Das Ziel tiefer anzusetzen, würde in den Augen des Trainers nur wenig Sinn ergeben. „Denn die Mannschaft ist sicher nicht schlechter geworden“, findet Müller-Dormann.

Der Coach vergisst aber nicht, darauf hinzuweisen, dass er künftig auf Chris Ole Brandt verzichten muss. In der Vorsaison spielte der Rückraumspieler für den TVO sowohl in der Jugend-Bundesliga als auch in der Männer-Landesliga. In beiden Teams gehörte er zu den Leistungsträgern. Im Sommer kehrte er zu seinem Heimatverein TuS Rotenburg zurück und will sich dort in der Oberliga durchsetzen. „Seine Tore werden uns natürlich fehlen“, bedauert Müller-Dormann den Abgang, sieht darin aber auch etwas Gutes: „So sind wir schwerer für den Gegner auszurechnen, wenn sich die Tore auf mehrere Spieler verteilen.“

Ein Spieler, der die Rolle des Rückraumschützen einnehmen könne, sei Robin Hencken. Auch er hat zwei Jahre Jugend-Bundesliga hinter sich. „Und bisher macht Robin seine Sache sehr gut“, sagt Müller-Dormann, der den Einsatz all seiner Spieler während der Vorbereitung lobt.

Überhaupt sind es die jungen Leute wie Hencken, Timo Blau, Kilian Tiller, Mattis Brüns und Torhüter Jonas Lüdersen, auf denen die Hoffnungen in Oyten ruhen. Für die Talente, die vor ihrem ersten Herrenjahr stehen, ist die Landesliga zudem kein komplettes Neuland. Bereits in der vergangenen Saison durften sie unter Prütt häufig auflaufen. „Bei den Jungs merkt man schon, dass sie in der Jugend viele Jahre zusammengespielt haben“, freut sich Müller-Dormann, dass ihm die junge Garde zur Verfügung steht. „Allerdings gibt es auch noch Dinge, die besser werden müssen. Manchmal sind sie zu ungeduldig.“

Aus diesem Grund tummeln sich auch noch allerlei routinierte Spieler im Kader des TV Oyten. So kann Müller-Dormann weiterhin auf Harald Lüthje zurückgreifen, der ursprünglich an ein Ende seiner Laufbahn gedacht hatte. „Harry ist auf mich zugekommen, dass er doch gerne weitermachen möchte“, sagt der Coach. „Er wird sich mit Stephan Meiners den Posten des dritten Torhüters teilen.“ Denn Müller-Dormann möchte nicht, dass die beiden routinierten Keeper einen Platz für die jüngeren Torhüter Dennis Metz und Jonas Lüdersen blockieren. Es ist ein weiteres Zeichen dafür, dass sich die positive Entwicklung des TVO fortsetzen soll.

Ernst wird es für die Sieben von Lars Müller-Dormann am 7. September. Der TVO gastiert dann zum Ligaauftakt bei der HSG Schwanewede/Neuenkirchen II. Zwei Wochen später kommt der erste große Gradmesser, wenn der VfL Fredenbeck III in der Pestalozzihalle antrit

tQuelle: Achimer Kurier - Autor: Florian Cordes

28.08.2019, 11:29 Uhr Presseberichte