TV Oyten will wieder in die Bundesliga

Der Trainer bei der A-Jugend des TV Oyten ist mit Marc Winter ein neuer. Die Liga, in der das Team spielt, soll aber die alte bleiben



Torhüter Jonas Lüdersen will an diesem Wochenende keine Enttäuschung erleben. Denn er will mit dem TV Oyten den ersten Schritt in Richtung Jugendhandball-Bundesliga machen. (Björn Hake)

Oyten. Nur noch 40 Teams, Meisterrunde und Pokal: Zur neuen Saison hat der Deutsche Handball Bund (DHB) das Spielsystem der A-Jugend-Bundesliga reformiert. Trotz der Reduzierung um acht Mannschaften möchte sich der TV Oyten unter seinem neuen Trainer Marc Winter zum dritten Mal in Folge einen Platz im Oberhaus schnappen. Jetzt steht für Winter und sein Team die erste Gruppenphase an.

In dieser bekommt es der Nachwuchs aus dem Verdener Nordkreis an diesem Sonnabend und Sonntag zunächst mit dem TSV Hannover-Anderten, dem TV Bissendorf-Holte und der JSG Hainich/Nessetal zu tun. Im Modus Jeder-gegen-jeden werden in Groß Lafferde (Landkreis Peine) drei Teams ermittelt, die dann am übernächsten Wochenende mit dem OHV Aurich, Eintracht Hildesheim und der NSG EHV Nickelhütte Aue aus  der Parallelgruppe an gleicher Stelle um zwei Direktplätze im Oberhaus kämpfen. Eine dritte Mannschaft erhält eine weitere Chancen in einer dritten Qualifikationsrunde, in der Teams aus dem gesamten Bundesgebiet teilnehmen.

„Wir haben das Hotel für beide Wochenenden gebucht, die erste Runde möchten wir schon gerne überstehen“, sagt Marc Winter. Los geht es für den 52-jährigen Nachfolger von Thomas Cordes am Sonnabend um 10 Uhr  mit der Partie gegen den TSV Anderten. Mit der Sieben aus der Landeshauptstadt wartet gleich ein dicker Brocken auf die neu formierten „Vampires“. Schließlich ist der TSV amtierender Meister der Oberliga. „Anderten hat sich mit Jesper Langeheine vom MTV Groß Lafferde einen starken Rückraumlinken ins Team geholt“, erläutert Marc Winter.Im zweiten Spiel des Tages kommt es zum Duell mit dem Nachwuchs des TV Bissendorf-Holte. Der Unterbau des Männer-Oberligisten aus dem Osnabrücker Land ist in Groß Lafferde zwar mit einer jungen am Start, die jedoch sehr eingespielt ist. Der große Unbekannte in der Gruppe ist die JSG Hainich/Nessetal aus der Nähe von Eisenach. Die Bundesliga-Qualifikation sei ein großes Abenteuer, erklären Thomas Dröge und Ronny Häring, die Trainer der JSG. Man wolle in allen Spielen die bestmöglichen Ergebnisse erzielen.

 Unterdessen kann der TV Oyten auf sieben Spieler bauen, die bereits ein Jahr in der Bundesliga unterwegs gewesen sind: Neben den Torhütern Dimo Möller und Jonas Lüdersen sind es Niko Korda, Leonard Fischer, Johannes Seliger, Timon Timmermann und Bjarne Niemeyer, die Erfahrung im Oberhaus gesammelt haben. Aus der eigenen B-Jugend sind Maximilian Sell, Jan Ohlhorst, Marc Beckmann sowie Torwart Niklas van den Berg in die A-Jugend aufgerückt. Externe Zugänge sind Niklas Wallrabe (HSG Schwanewede/Neuenkirchen), Jonas  Brandenburg (TSV Wietzendorf) sowie Fynn Menne (Eintracht Hildesheim). Bei Letzterem ist allerdings noch unklar, ob die Spielberechtigung rechtzeitig eintrifft. „Das Erstspielrecht liegt ab Sommer bei der HSG Varel. Der HVN prüft derzeit noch, ob ein Gastspielrecht für Oyten der Spielordnung entspricht“, erläutert Thomas Cordes, der Marc Winter bei der Organisation unterstützt.

Wenn der TVO-Tross sich am Freitag aufmacht in Richtung Peine, werden neben Marc Winter und Physiotherapeutin Livia Vogt auch der zukünftige Oytener Herrencoach Lars Müller-Dormann und Co-Trainer Sören Blumenthal dabei sein. Das Zwischenfazit von Marc Winter fällt nach der ersten Trainingsphase und einem letzten Test gegen die Oberliga-Männer der SG Achim/Baden positiv aus.  „Der erste Anzug sitzt, das Spiel gegen die SG konnte man sich schon ganz gut ansehen.“

Quelle: Achimer Kurier  -  Autor: Jürgen Prütt

24.05.2019, 07:42 Uhr Presseberichte