Die Luft ist völlig raus - 24:32 gegen Bayer-Nachwuchs

Oytens Drittliga-Handballerinnen lassen viel vermissen


Kann sich hier einmal kraftvoll durchsetzen: Oytens Lisa Goldschmidt. Foto: Hägermann


Oyten - Von Frank Von Staden. Eine der schlechtesten, wenn nicht die schlechteste Saisonleistung lieferten am Sonntag die Drittliga-Handballerinnen des TV Oyten gegen die Bundesliga-Reserve von Bayer 04 Leverkusen ab und musste sich so hochverdient mit 24:32 (11:15) beugen. Die Gäste, die mit der kompletten A-Jugend sowie noch zwei B-Jugendlichen antraten und tags zuvor schon ihr Zwischenrundenspiel um die Deutsche Meisterschaft in Bloomberg absolvierten, zeigten sich in allen Belangen überlegen, legten vor allem mehr Willen an den Tag. „Das hat mir über weite Strecken gefallen, was meine Mädchen da abgeliefert haben. Sie haben Oyten in der Abwehr als auch im Angriff vor viele Probleme stellen können. Bei den Gastgeberinnen merkt man jetzt einfach, dass die Substanz weg ist und wichtige Leistungsträgerinnen gefehlt haben. Für mich ist es wichtig zu sehen, wie sich unser Nachwuchs im Frauen-Spielbetrieb durchsetzen kann. Und das war okay“, konstatierte später Leverkusens Coach Jörg Hermes.Sein Pendant Jörg Leyens war natürlich nicht zufrieden, schlug aber nicht auf seine Schützlinge verbal ein: „Natürlich kann ich das Spiel nicht schönrede. Man hat in vielen Szenen gemerkt, dass sich alle nur noch durchbeißen. Aber ich hätte mir schon mehr Gegenwehr gewünscht. Denn wir haben uns ja völlig ergeben – die Torhüterinnen nehme ich davon aus!“Nun, wären Romina Kahler und auch Bryana Newbern nicht gewesen, es hätte durchaus ein echtes Debakel für die Gastgeberinnen werden können, die Riesenprobleme gegen eine sehr offensiv deckende Gäste-Sieben im Spielaufbau offenbarten. Die jungen Damen vom Rhein indes bauten auf ein schnelles Umschaltspiel und kamen, nachdem sie eine kurze Anlaufphase brauchten, immer wieder über die erste Welle zum Torerfolg. „In vielen Szenen hat man gesehen, welche individuelle Klasse in dieser Mannschaft steckt“, gab es da auch ein Lob von Leyens. Bis kurz vor dem Wechsel konnten die Hausherrinnen die Partie dann noch offen gestalten, danach aber setzte sich Leverkusen immer mehr ab und profitierte von vielen Unzulänglichkeiten der Oytener Vampires, die so doch recht zahnlos daherkamen. In fast jeder Szene war in der Schlussphase der Partie zu spüren, dass die Luft beim TVO einfach raus ist, alle nur noch das Saisonende herbeiwünschen. So blieb die einzig erfreuliche Nachricht am Sonntag, dass Jörg Leyens in Franca Jakob, die ihren achtmonatigen Aufenthalt in Kolumbien beendet hat, zumindest eine zusätzliche Alternative für seinen dezimierten Kader hat.TV Oyten: Kahler, Newbern – W. Meyer (4), Goldschmidt (4/2), Bertram (1), Bormann-Rajes (5), V. Otten, T. Otten, Jakob (2), Kokot (7/2), A.-L. Meyer (1). Entnommen aus: Kreiszeitung

08.04.2019, 08:24 Uhr Presseberichte