Hochspannung im Derby

Der TV Oyten hat sich gegen den TSV Daverden wacker geschlagen. Es ist dem Team sogar gelungen, dem Spitzenreiter einen Punkt abzuknüpfen

  

Oytens Chris-Ole Brandt (am Ball) war von Simon Bodenstab und Co. kaum aufzuhalten. Am Ende trennten sich die beiden Lokalrivalen mit einem Unentschieden.


Sie wollten den nächsten, ganz großen Schritt zur Meisterschaft in der Landesliga machen. Doch nun ist der Weg zum Titel für die Handballer des TSV Daverden doch noch ein wenig länger. Der Spitzenreiter holte am Freitagabend in einem packenden Derby gegen den TV Oyten „nur“ einen Punkt. In der Oytener Pestalozzihalle trennten sich die beiden Lokalrivalen 31:31. Zur Pause hatten die Gastgeber noch mit 12:10 geführt.

Das ausgeglichene Resultat zeigt es bereits: Das Derby war geprägt von Hochspannung. Während so mancher Zuschauer sich vor dem Anpfiff wohl gefragt hatte, wie hoch der TSV Daverden die Partie gewinnen würde – der TSV war mit einem Heimsieg gegen den Titelverteidiger VfL Fredenbeck III im Rücken nach Oyten gekommen –, zeigte der TVO, dass der Meisterschaftskandidat durchaus zu verwunden ist. Über die gesamte Spielzeit war es den Gästen nicht gelungen, ihr gefürchtetes Tempospiel aufzuziehen. Sehr zum Missfallen von TSV-Trainer Ingo Ehlers: „Ich habe nicht wirklich den Versuch bei uns gesehen, ein hohes Tempo zu entwickeln. Irgendwie war die Frische in den Köpfen nicht da. Daher bin ich mit der Teamleistung auch nicht zufrieden.“ Mit dem Punkt könne er aber durchaus gut leben.

Jürgen Prütt, Trainer des TVO, war mit dem Punktgewinn sogar richtig glücklich. „Wir wollten beweisen, dass wir mit der Übermannschaft der Liga mithalten können. Das ist uns gelungen“, freute er sich. In seinen Reihen waren es vor allem zwei Männer, die dafür sorgten, dass der Teilerfolg gelingen sollte – ein Routinier und ein Youngster. Im Tor wurde der erfahrene Harald Lüthje zum Hexer. In etlichen Situationen parierte er Daverdens Würfe klasse. Zwischen der 21. und 27. Minute ließ er überhaupt keinen Gegentreffer zu. Und im Angriff war Oytens A-Jugendlicher Chris-Ole Brandt kaum zu bremsen. Elf Tore gelangen dem Rückraumspieler.Bei den Gästen kamen hingegen so manche Leistungsträger nur wenig zur Geltung – unter anderem Lajos Meisloh. Dafür hatte der zehnfache Torschütze Jannis Elfers einen guten Abend erwischt. Er und Boyke Wilkens sorgten dafür, dass der TSV kurz vor Schluss mit 30:28 führte. Doch Oyten kam noch einmal zurück und drehte das Spiel (31:30). 20 Sekunden blieben dem TSV und ihm gelang in der Tat der Ausgleich. Ole Fastenau stellte den Endstand her. 

„Als wir mit zwei Toren geführt haben, dachte ich, das Spiel kippt. Kompliment an Oyten, dass das Team da noch einmal zurückkommt. Wir haben unseren Kopf noch aus der Schlinge ziehen können“, meinte Ehlers.

Quelle: Achimer Kurier - Autor: Florian Cordes

07.04.2019, 23:54 Uhr Presseberichte