TV Oyten: Ohne großes Tamtam

Der TV Oyten zeigt gegen den HC Empor Rostock keinen Hurra-Handball, feiert aber einen souveränen Heimsieg.

  

Mohamed Sibahi zog im Rückraum des TV Oyten die Fäden und kam mit seinem Team zu einem ungefährdeten Sieg gegen Rostock.

Oyten. Für die Zuschauer ist es natürlich schöner, wenn sie bei einem Handballspiel Spektakel geboten bekommen. Doch darauf mussten die Fans des Jugend-Bundesligisten TV Oyten am Sonntag verzichten. Ohne großartig zu glänzen kam der TVO in der Pestalozzihalle zu einem 25:18 (12:8)-Erfolg gegen den HC Empor Rostock.

Obwohl der Sieg recht schmucklos daherkam, war Thomas Cordes mit dem Auftritt seiner Sieben einverstanden. „Das war sicher ein Spiel ohne großes Tamtam, das habe ich aber auch nicht erwartet. Sicherlich war Rostock für uns auch ein bisschen eine Pflichtaufgabe. Aber auch gegen den Tabellenletzten muss man solch einen souveränen Sieg erst einmal schaffen“, sagte der Coach des TV Oyten.

In der Anfangsphase hatten die Gastgeber jedoch noch so ihre Probleme mit den Gästen aus Mecklenburg-Vorpommern. Weil im Angriff die Genauigkeit zunächst fehlte, hatten die Oytener nach elf Minuten erst dreimal ins Empor-Tor getroffen. Die Gäste hatten bis zu diesem Zeitpunkt schon fünf Treffer bejubeln dürfen.In der Folge steigerte sich die Cordes-Crew jedoch in der Offensive und lag beim 7:6 erstmals in Front. Den siebten TVO-Treffer erzielte Mohamed Sibahi mit Wucht aus dem Rückraum. Bis zur Pause bauten die Gastgeber ihren Vorsprung auf vier Tore aus – 12:8. Nach dem Seitenwechsel blieb es zunächst dabei, dass der TV Oyten die Partie bestimmte. Einer der Gründe war die sattelfeste Defensive, die kaum etwas zuließ. Hinzu kam dann noch, dass sich Oytens Keeper Jonas Lüdersen mit vielen Paraden auszeichnete.

Als es in die 48. Spielminute ging, sah es danach aus, als wenn der TV Oyten einen höheren Sieg einfahren sollte. Mit 18:11 lag das Team von Cordes vorne. Allerdings leistete sich der TVO anschließend eine längere Schwächephase im Angriff. Der HC Empor nutzte die Gelegenheit und verkürzte. Bis auf drei Tore kamen die Gäste wieder heran (15:18). Danach zog die Cordes-Sieben das Tempo aber wieder an. Nachdem der zwölffache Torschütze Niko Korda und Johannes Seliger auf 22:16 (52.) gestellt hatten, waren die Verhältnisse wieder zurechtgerückt.

Während der Schlussphase plätscherte das Spiel vor sich. Dass nach dem Abpfiff der ganz große Jubel beim TV Oyten ausfiel, war verständlich. Zu dominant waren sie über weite Strecken aufgetreten. Ein Gefühl, das das Team in der Bundesliga bisher nur selten erlebt hat. Ähnlich nüchtern wie es der Spielverlauf war, fiel dann auch das Urteil des Trainers aus. „Dass Rostock eine gute Anfangsphase spielt, habe ich erwartet. Wir haben dann aber unser Spiel durchgezogen und uns immer weiter abgesetzt“, sagte Thomas CordesWeniger gefallen habe ihm hingegen die Phase, in der der Vorsprung auf drei Tore zusammengeschmolzen war. Cordes: „So etwas muss man in solch einer Partie sicher nicht haben. Aber wir sind ruhig geblieben. Außerdem haben wir darauf verzichtet, wild durchzuwechseln. Ich hatte in dieser Phase jedenfalls nicht das Gefühl, dass wir das Ding noch abgeben.“

Durch den Heimsieg hat der TV Oyten die Saisonpunkte neun und zehn eingefahren. Und das soll noch nicht das Ende sein. Vor allem in den beiden letzten Heimspielen gegen Cottbus und Bad Schwartau rechnet sich Thomas Cordes noch ein paar Zähler aus.

Quelle: Achimer Kurier - Autor: Florian Cordes

10.03.2019, 21:37 Uhr Presseberichte