Mit vielen Eindrücken im Gepäck

Reise nach Schweden

Lund. Sie hatten sich am zweiten Weihnachtstag in zwei Reisebussen auf den Weg in Richtung Skandinavien gemacht. Das Ziel von fast 100 Nachwuchshandballern und ihren Trainern: das südschwedische Lund. Zum 41. Mal wurden dort die Lundaspelen ausgetragen. Am besten schnitt bei der Großveranstaltung für den Handball-Nachwuchs die Regionsauswahl der Jungen des Jahrgangs 2004 ab. Unter Trainerin Lana Caesar spielten sich die Youngster in den A-Playoffs bis ins Viertelfinale vor. In diesem musste sich die Auswahl IK Sävehof mit 12:18 geschlagen geben.

Mit dem Abschneiden zeigte sich Lana Caesar dennoch sehr zufrieden. „Wir haben das erreicht, was möglich war“, sagte sie. Eine bessere Platzierung sei bei der von Jahr zu Jahr stärker werdenden Konkurrenz kaum möglich gewesen, meinte die Lehrwartin der Region, die in Etelsen lebt. Starke Konkurrenz – das war auch das Stichwort für Sven Lux. Der 47-Jährige war als Trainer der männlichen Jugend D des TV Oyten erstmals in Schweden dabei. Begeistert zeigte sich der Coach der Nachwuchs-„Vampires“ nicht nur von der Organisation, sondern auch von dem sportlichen Niveau. „Gegen die starken Gegner aus Skandinavien sind die A-Playoffs ein ganzes Stück weit weg“, sagte Sven Lux. Seine jungen Oytener waren mit Siegen gegen IFK Malmö (25:8) und Köge Handball aus Dänemark (21:11) optimal in die Gruppenphase gestartet

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Jan Beuße (am Ball) ist mit der männlichen D-Jugend des TV Oyten bei den Lundaspelen angetreten

 Am zweiten Turniertag erwiesen sich die Gegner aus Ystad und Göteburg aber als zu stark. Als Dritter der Vorrunde hatte sich der TVO in den B-Playoffs für das Achtelfinale qualifiziert. Dort sollte eine 16:12-Führung im Spiel gegen OV Helsingborg nicht zum Weiterkommen reichen. Am Ende leuchtete nach 30 Minuten aus Sicht des TV Oyten ein 18:20 von der Anzeigentafel. Ohne ein Erfolgserlebnis mussten sich die Juniorinnen B und C des TV Oyten, die männliche Jugend A der SG Achim/Baden sowie die männliche Jugend B des TV Oyten auf den Rückweg machen. Für alle vier Teams waren die 41. Lundaspelen in der K.o.-Phase nach dem ersten Spiel beendet.  Die Mannschaften aus dem Kreis Verden hatten sich nicht alleine auf dem Weg gen Norden gemacht. Angeschlossen hatten sich die weibliche Jugend B des TuS Komet Arsten sowie die Handicap-Handballer des SV Werder Bremen. Im Team aus der Hansestadt sind mit dem Oytener Feliks Knief und dem Morsumer Björn Lakemann auch zwei Akteure aus dem Kreisgebiet unterwegs. Für den SV Werder war es nach der Premiere 2017 die zweite Teilnahme in der sogenannten „Special class.“ Mit reichlich Lehrgeld aber auch vielen Eindrücken im Gepäck ging es für die Reisegruppe am 30. Dezember wieder auf die Heimreise.

„Memories For Live“ – unter diesem Motto stehen die vier Tage in Schweden seit vielen Jahren. Beim Essen in der Mensa neben Teams aus Serbien oder den Niederlanden sitzen, gemeinsam im Shuttlebus mit Handballern aus Indien zur Halle fahren, oder sich sportlich mit Vertretungen aus Hong Kong oder Spanien vergleichen – das macht seit mehr als vier Jahrzehnten den Reiz der Lundaspelen aus. Mit 113 Mannschaften aus 28 Vereinen feierte das Turnier im Jahr 1973 seine Premiere. 2018 waren es 690 Teams aus 16 Nationen. Gespielt wurde in mehr als 40 Hallen in und um Lund herum. Auch wenn es noch fast ein Jahr dauert – die 42. Auflage der Lundaspelen dürften bei vielen Vereinen bereits einen festen Platz im Kalender haben. 

Quelle: Achimer Kurier -  Autor: Jürgen Prütt

01.01.2019, 23:33 Uhr Presseberichte