Bitterer Punktverlust

Oytens A-Jugend führt kurz vor Schluss gegen Magdeburg. Doch zum Sieg soll es am Ende nicht reichen.

Oyten. Als Max Borchert acht Minuten vor dem Schlusspfiff das 20. Tor für den TV Oyten erzielt hatte, brandete nicht nur riesiger Jubel auf. Der Linkshänder eröffnete mit seinem Treffer – es war das 20:20 – zudem eine packende Schlussphase in der Heimpartie gegen den BSV 93 Magdeburg. Als die Spielzeit abgelaufen war, standen die Gastgeber mit gesenkten Köpfen auf dem Feld. Im vierten Saisonspiel der Jugendhandball-Bundesliga, in dem der TVO erstmals in eigener Halle ran durfte, hat es für Oyten wieder nicht mit einem Sieg geklappt. Aber immerhin: Die „Vampires“ holten in der vierten Begegnung der jungen Spielzeit den ersten Punkt. Die beiden Kontrahenten trennten sich unentschieden. Nach 60 Minuten stand es 23:23 (11:11).

Zufrieden war mit dem ersten Zähler der Saison auf Oytener Seite jedoch niemand. Das zeigten nicht nur die Reaktionen der Spieler, sondern auch die Aussagen von Trainer Thomas Cordes: „Irgendwie ist ein Punkt gut. Wir hätten aber gerne zwei gehabt.“ Der Coach war sich sicher, dass sein Team den Sieg kurz vor dem Abpfiff bereits in den Händen hatte, dieser ihm dann aber doch noch entglitt. Unrecht hatte Thomas Cordes mit seiner Einschätzung keineswegs. Denn nachdem Borchert getroffen hatte, legten die Gastgeber nach: Zunächst trafen erneut Max Borchert sowie Niko Korda für die Cordes-Sieben zum 22:20 (55.). Auch 120 Sekunden später deutete noch einiges auf den ersten Saisonsieg des TVO hin – 23:21.

Doch es sollte nicht zum Sieg reichen: Magdeburg verkürzte zunächst. Im darauffolgenden Angriff gab Oyten den Ball nach einem Missverständnis zwischen Max Borchert und Niko Korda leichtfertig her. So kamen die Gäste aus der Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts noch einmal an den Ball. Dieser Angriff endete mit einem Siebenmeter. Es kam zum Duell zwischen TVO-Keeper Jonas Lüdersen und BSV-Spieler Tim Steffen. Lüdersen, der im Oytener Tor einen guten Job gemacht hatte, musste aber hinter sich greifen. Steffen versenkte den Ball zum 23:23. Thomas Cordes zückte die Grüne Karte, nahm seine Taktiktafel in die Hand und besprach mit seinen Jungs den finalen Angriff eines spannenden Spiels, das jedoch von vielen Offensivfehlern auf beiden Seiten geprägt war. 14 Sekunden blieben dem TVO, um sich doch noch zwei Punkte zu schnappen. Den letzten Wurf der Partie nahm sich schließlich Mohamed Sibahi. Der Ball flog aber zentral vor das Tor. Magdeburgs Torhüter Fabian Walter parierte. Der Abpfiff ertönte. Das Spiel endete unentschieden.„Am Ende ist es bitter, dass es nur ein Punkt geworden ist. Wir hatten genügend Möglichkeiten, um das Spiel für uns zu entscheiden“, meinte Thomas Cordes. „Aber 23 geworfene Tore sind einfach auch zu wenig.“ Wieder einmal lag es laut des TVO-Trainers an der Offensive, dass sein Team nicht gewann. Über die gesamte Spielzeit agierte besonders der Rückraum der Gastgeber zu harmlos. Es war nicht zu übersehen, dass dem TVO momentan ein Spieler fehlt, der aus dem Rückraum die einfachen Tore macht. „Hinzu kommt dann noch, dass uns vielleicht ein bisschen das Selbstvertrauen fehlt“, mutmaßte Thomas Cordes. „Die Deckung ist dagegen nicht unser Problem. Heute müssen wir uns selbst an die berühmte Nase fassen.“

Und so muss der TV Oyten am kommenden Wochenende den nächsten Anlauf auf den ersten Saisonsieg nehmen. Thomas Cordes und Co. fahren zum verlustpunktfreien THW Kiel.

Quelle: Achimer Kurier - Autor: Florian Cordes

30.09.2018, 19:56 Uhr Presseberichte