Endlich zu Hause

Nach drei Spielen in der Fremde empfängt der TV Oyten den BSV 93 Magdeburg. In dieser Partie sollen die ersten Punkte der jungen Saison eingefahren werden.

Oyten. Potsdam, Flensburg, Bremen – die männliche A-Jugend des TV Oyten ist ihrer Heimspielstätte immer näher gekommen. Jetzt steht das vierte Spiel der Saison 2018/2019 unter einem ganz bestimmten Motto: endlich zu Hause. Denn nach drei Partien in der Fremde laufen die Bundesliga-Handballer am Sonntag (Anpfiff um 14 Uhr) erstmals in dieser Saison vor eigenem Publikum auf. Gegner ist der BSV 93 Magdeburg – und somit ein alter Bekannter des TVO. Denn die beiden Teams trafen in diesem Jahr bereits aufeinander. In der Qualifikation zum Oberhaus gewann der TV Oyten mit 17:13 gegen den Klub aus der Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts. „Wir haben also schon einmal gute Erinnerungen an den Gegner“, findet Oytens Coach Thomas Cordes.

Über allem stehe jedoch, dass Cordes und Co. ihr erstes Heimspiel vor der Brust haben. Dass es in diesem ausgerechnet gegen einen Gegner aus der Qualifikation geht, sei schon eine besondere Konstellation. Ob es aber ein Vorteil für seine Mannschaft ist, müsse sich zeigen. „Die Magdeburger wollen ganz sicher bei uns punkten und sich gerne revanchieren“, sagt Thomas Cordes. Die ersten Zähler der Saison wollen aber auch mit aller Macht die Oytener einfahren. Schließlich wurden die drei Auswärtsspiele allesamt verloren. „Dass wir zu Beginn gleich dreimal auswärts spielen mussten, war natürlich schon ein Brett“, sagt Cordes.

Von einem klassischen Fehlstart oder einer Krise möchte der Coach aber nicht reden. „Bei diesem Spielplan war nicht auszuschließen, dass wir in die jetzige Situation kommen. Jetzt sollte sich aber niemand wahnsinnig machen. Dementsprechend tut es gut, dass wir uns nicht verrennen. Wir werden unsere Punkte noch holen.“ Thomas Cordes macht mit seiner Aussage deutlich, dass er die nötige Ruhe bewahren will. „Wir sollten uns auf die Dinge besinnen, die wir können.“ Allerdings weiß der Trainer auch, dass seine Mannschaft in den bisherigen drei Spielen nicht immer ihren besten Handball gespielt hat. „Wir sind noch nicht am Leistungslimit. Ganz sicher können wir noch mehr“, sagt der Coach der „Vampires“. Damit meint Thomas Cordes allerdings nicht die Defensive. Die habe bisher einen guten Job gemacht. Vielmehr müsse sein Team sich auf der anderen Seite des Feldes steigern. „Im Angriff müssen und können wir noch eine Schippe drauflegen. Gelingt uns das, dann können wir gegen Magdeburg erneut gewinnen.

“Im Gegensatz zum TVO hat der aktuelle Gegner bereits einige Punkte eingesammelt. Genauer gesagt sind es fünf. Gegen den LHC Cottbus und den HSV Hamburg gewann Magdeburg. Die Partie gegen den VfL Bad Schwartau endete unentschieden. Die Magdeburger legten ohne Zweifel einen guten Start hin. Vergleicht man diesen mit dem des TV Oyten, müsse er jedoch auch ein wenig relativiert werden, findet Thomas Cordes: „Wir hatten mit Sicherheit das schwierigere Auftaktprogramm. Magdeburg hatte bislang Gegner, gegen die man punkten kann.“ In diese Rolle wollen die „Vampires“ am Sonntag keineswegs rutschen. Der BSV habe zwar einen guten Rückraum, der es jedem Team schwermachen kann. Doch der erste Heimauftritt des TVO soll nicht mit einer Enttäuschung enden.

Quelle: Achimer Kurier - Autor: Florian Cordes

28.09.2018, 09:24 Uhr Presseberichte