Schlag auf die Nase ein Rückschlag

A-Jugend Bundesliga

Der TV Oyten hatte sich im Heimspiel gegen Eintracht Hildesheim durchaus etwas ausgerechnet. Doch die Gäste waren dann doch zu stark

Oyten. Für Niclas Hafemann hat es am Sonnabend nur zu einem Kurzeinsatz gereicht. Noch keine vier Minuten waren zwischen dem TV Oyten und den Gästen von Eintracht Hildesheim gespielt, da war die Partie der Jugendhandball-Bundesliga für den Rückraumlinken der Gastgeber nach einem Schlag auf die Nase gelaufen. Den Rest der Begegnung verbrachte Hafemann mit einem Eisbeutel auf dem lädierten Riechorgan auf der Bank. Für Oytens Trainer Thomas Cordes war der Ausfall des Oldenburgers zumindest ein Knackpunkt dafür, dass gegen den Vierten der Tabelle am Ende eine 24:29 (11:13)-Niederlage von der Anzeigetafel der Pestalozzihalle leuchtete.

„Hildesheim hat immer hart an der Linie verteidigt, was die Schiedsrichter zugelassen haben. Das war uns bekannt. Dennoch haben wir einfach zu viel Respekt gezeigt“, hatte sich Cordes nach den zuletzt guten Ergebnissen etwas mehr ausgerechnet.

Irgendwie hatte man am Sonnabend das Gefühl, die Oytener hätten noch Stunden spielen können – zu einem Sieg hätte es gegen die mit sieben Siegen im Rücken angereisten Gäste an diesem Tag nicht gereicht. Schon die Anfangsminuten liefen ganz nach dem Geschmack von Hendrik Hamann, dem Coach der Hildesheimer. Als Robin Hencken nach zwölf Minuten der erste Treffer für den TV Oyten gelang, hatte die Eintracht zuvor mit 4:0 vorne gelegen. Seine Mannschaft, verriet Hamann, gehe in den Anfangsminuten in der Deckung stets noch ein wenig engagierter zur Sache und nehme dafür die eine oder andere frühe Gelbe Karte in Kauf.



Nur vier Minuten dauerte der Einsatz von Oytens Rückraumspieler Niclas Hafemann (am Ball).

Gegen Ende der ersten Halbzeit nutzte der TVO aber die Unterstützung des Publikums. Nachdem ein Wurf von Noah Dreyer dem starken Gäste-Keeper Leon Krka durch die Beine über die Linie gerutscht war und auf der anderen Seite Matthis Köhlmoos im Gehäuse der Heimmannschaft einen freien Ball von Rechtsaußen pariert hatte, ging es mit einem Zwei-Tore-Rückstand für den TV Oyten in die Halbzeit. Zu diesem Zeitpunkt schien für die Gastgeber wieder etwas Zählbares möglich zu sein.

Dass die Begegnung noch längst nicht gewonnen war, wusste auch Hendrik Hamann: „Mit dem Publikum im Rücken kommt Oyten schnell zurück ins Spiel. Da darf man nie nachlassen.“ Der aus Schwanewede stammende Trainer sollte recht behalten. Denn die Spieler von Thomas Cordes glaubten weiter an einen Erfolg. Zunächst verkürzte Max Borchert auf 12:13 (33.). Als Noah Dreyer in Minute 40 per Siebenmeter das 16:16 erzielt hatte, war die Spannung in der Halle greifbar.

Doch die Eintracht aus Hildesheim wusste den Zwischenspurt der Gastgeber im Stile einer Spitzenmannschaft zu kontern. Ballverluste von Robin Hencken sowie Mohamed Sibahi nutzte der Unterbau des Zweitligisten per Konter zur erneuten Drei-Tore-Führung – 19:16. In der Schlussphase setzte Cordes alles auf eine Karte. Mit dem siebten Feldspieler verkürzten Dreyer und Hencken noch einmal auf 22:25. Danach machte Vincent Kroll mit dem Treffer zum 27:22 den Deckel drauf. Drei Minuten waren zu diesem Zeitpunkt noch zu spielen.

Thomas Cordes zeigte sich in seiner Analyse als fairer Verlierer: „Zum Schluss haben wir mit dem zusätzlichen Feldspieler und später mit der Manndeckung noch einmal alles versucht. Der Sieg für Hildesheim geht in Ordnung. Zunächst kommen wir nicht in die Partie, und als wir dann endlich dran sind, fehlt wieder die Tiefe in unserem Spiel.“ Hendrik Hamann monierte die schwache Quote seiner Außenspieler: „Aber in Oyten gewinnt man auch nicht eben im Vorbeigehen, die Mannschaft hat zu Hause immerhin schon acht Punkte geholt.“

Quelle: Achimer Kurier - Autor: Jürgen Prütt

26.02.2018, 00:17 Uhr Presseberichte

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