Zuversicht ist vorhanden

Die Handballerinnen des TV Oyten stecken in einer schwierigen Situation. Allerdings ist sich Leistungsträgerin Jana Kokot sicher, dass sich das Team daraus befreien kann

.Oyten. An dieses Bild musste man sich erst einmal gewöhnen. Niedergeschlagen und enttäuscht saßen die Handballerinnen des TV Oyten am Sonntag nach der 23:25-Niederlage gegen den SV GW Schwerin (wir berichteten) auf dem Boden der Pestalozzihalle. Solche Szenen hatte es beim Drittligisten lange Zeit nicht gegeben. Die Pleite vom Sonntag ist wohl die größte Enttäuschung, die die „Vampires“ in einer ohnehin schwierigen Saison erlebt haben. Dennoch: Die Hoffnung auf Besserung hat der amtierende Meister nicht verloren.

Doch wie soll es dem TV Oyten gelingen, wieder die Leistungen abzurufen, für die das Team bekannt ist? Für Leistungsträgerin Jana Kokot gibt es da vor allem einen Weg. Durch harte Arbeit im Training soll die Wende zum Besseren gelingen. „Wir glauben definitiv daran, dass es besser wird“, versprüht Kokot im Gespäch mit unserer Zeitung Zuversicht. „Wir analysieren die Dinge, sind aber auch auf der Suche nach unserer Leistung.“ Nun wolle man sich als Team aus der schwierigen Situation befreien.


Seine letzte Saison, die er als Trainer des TV Oyten in der 3. Liga erlebt, ist für Sebastian Kohls eine schwierige.

Allerdings müssen sich die Spielerinnen, die in den vergangenen Jahren meist oben in der Tabelle standen, erst einmal an die jetzige Situation gewöhnen. „Keine Frage: Das ist für viele eine andere Situation. Nun müssen wir uns auch ein bisschen nach unten orientieren. Das hatten wir uns natürlich anders vorgestellt“, sagt Jana Kokot. Die Titelverteidigung ist zwar nicht das große Ziel der „Vampires“ gewesen. Allerdings hatte das Team um Coach Sebastian Kohls, der nach dieser Saison sein Amt abgibt, schon mit einer Platzierung in der oberen Tabellenregion geliebäugelt. Jetzt ist es in der Zwölferstaffel aktuell Rang sieben mit drei Punkten Vorsprung auf die Abstiegszone.„Natürlich spielen wir keine gute Saison“, gibt Kokot zu. Warum das der Fall ist, darüber macht sich auch die erfahrene Kreisläuferin viele Gedanken. „Fakt ist: Bei uns im Angriff herrscht aktuell eine große Verunsicherung. Es fällt uns unheimlich schwer, die einfachen Treffer zu erzielen. Wir müssen uns momentan jedes Tor ziemlich hart erarbeiten“, sagt sie.

Sie selbst nimmt sich nicht aus der Kritik heraus: „Man muss auch feststellen, dass unser Kreisläuferspiel nicht so gut läuft.“ In der Meistersaison war das Zusammenspiel zwischen Kokot und dem Rückraum einer der stärksten Waffen auf dem Weg zum Titel. „Zum einen komme ich längst nicht an meine damalige Leistung heran, und zum anderen haben sich die Gegner nun besser darauf eingestellt.“Hinzu komme noch ein weiterer Aspekt. Und zwar der, dass die Kontrahenten in dieser Saison noch engagierter gegen den TVO zu Werke gehen. „Das soll keine Ausrede sein. Aber als Meister triffst du in jedem Spiel auf einen Gegner, der ein paar Prozente mehr Motivation hat.“ Hinzu komme noch, dass die Kohls-Sieben auf dem Feld derzeit nicht so emotional agiert wie der Gegner, findet Kokot. Daher hofft sie in den Heimspielen künftig auch auf die Unterstützung der Zuschauer. Man spiele zwar nicht immer so gut, doch den Rückhalt aus dem Publikum könne das Team daher umso besser gebrauchen

.Eines der Hauptprobleme ist jedoch die Angriffsleistung. Trainer Sebastian Kohls bestätigt, dass es vor allem die Offensive sei, die dem TV Oyten derzeit die Probleme beschert. „Manche Spielerin ist da blockiert. Es ist Angst da, etwas falsch zu machen.“ Bei der Niederlage gegen Schwerin habe er die „Handschrift einer verunsicherten Mannschaft“ gesehen. Diese Handschrift sollte der TV Oyten im nächsten Spiel tunlichst nicht zeigen: Am 10. Februar geht es zum abgeschlagenen Tabellenletzten VfL Stade. Der hat jedoch Rückenwind. Er feierte jüngst beim TSV Travemünde den ersten Saisonsieg.Kokot ist aber überzeugt, dass sich ihr Team in Stade nicht noch weiter nach unten ziehen lässt. „Mit dem Abstiegskampf werden wir nichts zu tun bekommen. Da muss jetzt auch nicht der Teufel an die Wand gemalt werden“, sagt sie. „Wir wissen ja, was wir falsch machen. Wir werden die kommenden Tage hart arbeiten, um uns dann in Stade Luft nach unten zu verschaffen.“

Quelle: Achimer Kurier  -  Autor: Florian Cordes

31.01.2018, 13:13 Uhr Presseberichte

3. Liga: Nächstes Spiel

HSV Solingen-Gräfrath 76 vs. TVO Vampires
Datum: 15.09.2018
Uhrzeit: 19:00 Uhr
Halle: Wupperstraße 126, 42651 Solingen

JBLH: Nächstes Spiel

1.VfL Potsdam 1990 vs. TVO Vampires
Datum: 09.09.2018
Uhrzeit: 16:00 Uhr
Halle: Zeppelinstr. 114-117, 14468 Potsdam

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