Nur die eigene Leistung zählt

Handball 3. Liga Frauen

Die Handballerinnen des TV Oyten stecken in keiner dramatischen aber schwierigen Situation. Aus dieser wollen sie sich mit einem Sieg in Stade befreien.

Sich mit dem Gegner zu beschäftigen, gehört genauso zur Vorbereitung auf ein Handballspiel wie das eigene Training. Das ist auch bei den Drittliga-Handballerinnen des TV Oyten normalerweise der Fall. Doch mit dem kommenden Kontrahenten, dem VfL Stade, hat sich Coach Sebastian Kohls nicht ganz so intensiv auseinandergesetzt. Viel mehr lag der Fokus im Training darauf, an sich selbst zu arbeiten. Denn für den TVO ist die Partie in Stade (Anpfiff: Sonnabend um 18 Uhr) eine wichtige. Die „Vampires“ wollen die Begegnung nutzen, um sich aus ihrer schwierigen Phase zu befreien.

Die Lage ist für die Kohls-Sieben zwar nicht dramatisch, allerdings könnte sie wesentlich besser sein. Zu selten rufen die Oytenerinnen ihre Qualitäten ab. Das Resultat: Der amtierende Meister steht mit einem negativen Punktekonto (10:16) auf dem siebten Tabellenplatz. Von den gesetzten Zielen ist das Team weit entfernt. Zwar lassen die Schützlinge von Sebastian Kohls immer wieder ihre vorhandenen Qualitäten aufblitzen – unter anderem bei der 24:29-Niederlage zum Jahresauftakt beim Topteam SV Henstedt-Ulzburg –, doch enttäuschende Ergebnisse gab es in dieser Saison ebenfalls schon so einige. Zuletzt verlor der Titelverteidiger vor eigenem Publikum mit 23:25 gegen den SV GW Schwerin. Das Team aus Mecklenburg-Vorpommern ist bis auf einen Zähler an den TVO herangerückt. Nach der Pleite sprachen Sebastian Kohls und Kreisläuferin Jana Kokot davon, dass die Mannschaft verunsichert aufgetreten sei.



Gemeinsam wollen sie raus aus der schwierigen Situation: die Handballerinnen des TV Oyten.

Dass in Stade jetzt ein Spiel gegen die Verunsicherung ansteht, könne man vielleicht behaupten, findet Sebastian Kohls. „Andersrum ist es auch das einfachste Spiel. Wir haben uns nach der Partie gegen Schwerin dazu entschieden, dass wir aus dieser Niederlage keine große Sache machen wollten“, sagt der Coach optimistisch. Seine Zuversicht ist verständlich: Denn trotz der nicht zufriedenstellenden Situation fährt der TV Oyten als Favorit zum VfL. Dem Aufsteiger hilft im Abstiegskampf wohl nur noch ein Wunder für den Klassenerhalt. Fünf Punkte fehlen dem Schlusslicht bis zum ersten Nichtabstiegsplatz.Vor zwei Wochen durfte Stade aber immerhin den ersten Saisonsieg feiern. Beim Vorletzten TSV 1860 Travemünde gewann der VfL mit 23:16. Kohls könne sich vorstellen, dass dieser Erfolg dem designierten Absteiger Rückenwind gibt. „Auch Stade kann die Tabelle lesen. Die können befreit aufspielen“, meint der Coach. 

Das alles ist für Sebastian Kohls diesmal jedoch nicht so relevant. „Wir müssen uns auf uns selbst konzentrieren“, findet der Trainer. „Es geht nur um unsere Leistung. Es wichtig, dass wir mehr Stabilität in unsere Abläufe bekommen. Wenn wir das in Stade abbilden können, dann gewinnen wir auch. Gelingt es uns nicht, dann bleibt die Situation schwierig.“ Doch daran mag der Trainer gar nicht erst denken. Zu genau kennt er die Stärken seiner Mannschaft: „Ich bleibe dabei: Im Training haben wir ein sehr hohes Niveau. Wer bei uns die Einheiten sieht, könnte daran nicht den Tabellenstand ablesen.“ Seit dem Schwerin-Spiel habe das Team noch härter trainiert. Besonders die Torabschlüsse standen im Mittelpunkt. Aufgrund der guten Trainingsarbeit fahren die TVO-Frauen nun selbstbewusst gen Norden.Verzichten müssen die „Vampires“ in Stade auf Pia Franke, die sich gegen Schwerin einen Finger gebrochen hatte. „Pia ist mittlerweile operiert worden“, sagt Kohls, der davon ausgeht, dass seine Rückraumspielerin sechs bis acht Wochen pausieren muss.

Quelle: Achimer Kurier - Autor: Florian Cordes

 

09.02.2018, 19:55 Uhr Presseberichte

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