Die Moral wird belohnt

Handball 3. Liga

Das Heimspiel gegen den MTV Altlandsberg schien für die Frauen des TV Oyten bereits verloren. Doch sie erkämpften sich noch ein Unentschieden.

Exakt 49 Sekunden waren am Sonntag in Pestalozzihalle noch auf der Uhr. Wohl niemand unter den den rund 150 Zuschauern hätte noch einen Cent auf den TV Oyten gesetzt. Soeben war Lucyna Trzczak durch die Deckung der „Vampires“ spaziert und hatte mit ihrem fünften Treffer das 26:24 für die Gäste vom MTV Altlandsberg erzielt. Alles deute auf einen Auswärtssieg des Frauen-Drittligisten aus Brandenburg hin – und dieser wäre nicht unverdient gewesen. Doch dann kam nach einer letzten Auszeit von Sebastian Kohls das finale Aufbäumen des Gastgebers. Nach dem 25:26 durch Jacqueline Nowak – 32 Sekunden vor der Schlusssirene – war plötzlich auch die Halle da. Und tatsächlich: Die Sieben von Coach Kohls bekam ihre letzte Chance. Anstatt den Handball bis zum Schlusspfiff clever durch die eigenen Reihen laufen zu lassen, suchte der MTV den Abschluss über Linksaußen. Dann ging es schnell: Romina Kahler parierte den finalen Wurf, zwei Pässe zu Jana Kokot am Kreis und das Leder zappelte zum 26:26 (11:16)-Endstand im Tor des MTV. Abpfiff – Jubel auf der einen, pure Enttäuschung auf der anderen Seite.
Die Begegnung hatte gut begonnen für den TV Oyten. Nach zwei Treffern von Jacqueline Nowak und ebenso vielen Paraden von Insa Janssen stand es 2:0 für die Heim-Sieben. Es folgte das 1:2 durch Ann-Cathrin Höbbel und im Gegenzug das 3:1 durch Denise Engelke. Die Mannschaft von Trainer Kohls war früh in der Spur – sollte man meinen. Doch spätestens nachdem Denise Engelke die Kohls-Sieben beim 7:6 noch einmal nach vorne geworfen hatte, folgte ein Bruch im Spiel der Oytenerinnen. Nach Fehlpass von Engelke sowie zwei Fahrkarten von Nowak leuchtete plötzlich eine 10:7-Führung für die Gäste von der Anzeigetafel. Und es kam noch schlimmer. Während das Spiel der Gastgeberinnen zunehmend hektischer wurde, witterte der MTV Altlandsberg seine Chance. Zur Halbzeit nahmen die Gäste eine Fünf-Tore-Führung mit in die Kabine. Nach der guten Anfangsphase habe man den Gegner durch viele Unkonzentriertheiten förmlich abgeholt, meinte Sebastian Kohls später in seinem Fazit. „Wir hatten einfach eine unterirdische Quote beim Abschluss. Werfen wir vorne die Dinger rein, dann kommen wir gar nicht erst in Bedrängnis.“Nach dem Seitenwechsel sahen die Zuschauer zunächst eine wild entschlossene Heimmannschaft. Noch keine drei Minuten waren in Durchgang zwei gespielt, da stand es 14:16. Die junge Liv Süchting hatte getroffen. Und die „Vampires“ setzten nach. Nach einem Treffer von Lisa Goldschmidt war der Rückstand fast wettgemacht. In der 40. Minute betrug der Rückstand nur noch einen Treffer – 17:18. Die Wende war zum Greifen nah. Doch der Ausgleich wollte einfach nicht gelingen. Die gefundene Linie war wieder weg. Zeitstrafen gegen Lisa Goldschmidt (49.) und Jana Kokot (51.) taten ihr Übriges. Als Kokot auf dem Feld wieder mitmischen durfte, war der MTV Altlandsberg inzwischen auf 25:19 davongezogen. Die Partie schien verloren. Erste zarte Hoffnungen kamen wieder auf, als Denise Engelke in der 58. Minute zum 23:26 traf. Schlussendlich wurde die gute Moral der „Vampires“ tatsächlich noch mit einem Punkt belohnt.

Obwohl die Gäste aus Brandenburg einen Zähler mit auf die Heimreise nehmen durften, verließen sie das Feld zumindest gefühlt als Verlierer.Sebastian Kohls tat sich schwer mit der Einschätzung der Partie: „Wir haben gewusst, dass wir auf einen heftigen Gegner mit einem starken Rückraum treffen.“ In der Abwehr habe die Zuordnung oftmals nicht gestimmt. Im zweiten Abschnitt hatte Kohls die achtfache Torschützin Martyna Rupp durch Liv Süchting kurzdecken lassen. Damit habe man dem Gegner zumindest den Rhythmus genommen, erklärte Kohls.

Quelle: Achimer Kurier - Autor: Jürgen Prütt

27.11.2017, 00:27 Uhr Presseberichte

Nächstes Spiel

SV Henstedt-Ulzburg vs. TVO Vampires
Datum: 13.01.2018
Uhrzeit: 18:00 Uhr
Halle: Maurepass Straße 67, 24558 Henstedt-Ulzburg

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