Nach Kräften gewehrt

Jugendhandball-Bundesliga

Gut gespielt hat er über weite Strecken. Dennoch musste sich der TV Oyten den Füchsen Berlin deutlich geschlagen geben. Ein besseres Resultat war allerdings möglich.

Oyten. Bereits vor der Pestalozzihalle war zu erkennen, dass die männliche A-Jugend des TV Oyten in der Handball-Bundesliga vor einem besonderen Heimspiel stand. Denn der Gegner, die Füchse Berlin, waren mit dem Mannschaftsbus der Bundesliga-Profis angereist. Der Bus – verziert mit den Erfolgen des Klubs aus Reinickendorf – war ein echter Blickfang. Ein Blickfang wurde dann auch das Spiel. Die Gäste aus der Bundeshauptstadt, immerhin amtierender Deutscher A-Jugend-Vizemeister, setzen sich standesgemäß mit 33:20 (15:10) durch.Die mehr als 400 Zuschauer kamen während der 60 Minuten voll auf ihre Kosten. Beide Mannschaften zeigten guten Handball. Die Oytener wehrten sich gegen die Talentschmiede aus Berlin nach Kräften. Aber es gab dann doch die Niederlage, die im Vorfeld zu erwarten war. Allerdings hätte sie nicht mit 13 Toren Differenz ausfallen müssen. Rund acht Minuten vor dem Schlusspfiff lagen die Gastgeber mit 19:25 zurück. Sie hatten die Chance, weiter zu verkürzen. Doch die Oytener vertändelten im Angriff den Ball. Weitere Fehler und zwei Zweiminutenstrafen folgten. Die Berliner bestraften die TVO-Aussetzer gnadenlos. Mit Tempospiel aus dem Lehrbuch stellten die Gäste auf 29:19 (56.). Die am Ende hohe Niederlage war nicht mehr zu vermeiden. Daher ärgerte sich TVO-Coach Thomas Cordes auch ein wenig. „Wir haben hinten raus die Linie verloren. Die Jungs konzentrieren sich in der Schlussphase auf die falschen Sachen. Da wird sich zum Beispiel zu sehr mit den Schiedsrichterentscheidungen beschäftigt“, sagte Cordes. „So etwas hilft uns einfach nicht weiter. Für uns gibt es in jedem Spiel etwas zu lernen. Und ich hoffe, die Jungs wissen jetzt, dass sie 60 Minuten lang konzentriert bleiben müssen.“ Insgesamt sei er mit der Vorstellung seiner Sieben zufrieden, „aber das Ergebnis trübt das Ganze. Wir können hier auch nur mit sieben oder acht Toren verlieren“, meinte Oytens Coach. Bob Hanning, Füchse-Trainer und Tausendsassa des deutschen Handballs, ging sogar noch ein Stück weiter. „Natürlich hat Oyten ein für sich besseres Ergebnis weggeworfen. Wenn sie sich cleverer anstellen, dann verlieren sie hier mit drei oder vier Toren“, sagte der Coach, der gleichzeitig auch Geschäftsführer der Füchse ist.So sehr die Oytener auch von Hanning gelobt worden sind, in der Anfangsphase spielten sie nicht gut. Die Füchse zeigten dagegen von Anfang ihre Stärken und lagen schnell mit 7:1 (10.) in Führung. Danach fand das Cordes-Team aber besser ins Spiel. Nach 14 Minuten hieß es 3:8. Alle drei Tore für den TVO hatte Noah Dreyer markiert. Mit zunehmender Spielzeit fanden die Gastgeber nicht nur besser ins Spiel, sondern zunehmend auch Mittel gegen die robuste Füchse-Abwehr. Allerdings wechselte Hanning fleißig durch. „Da sind wir dann auch mal ins Schwimmen gekommen“, gab der Füchse-Coach zu. Auch wegen der vielen Wechsel lag ein besseres Resultat im Bereich des Möglichen. Doch in der Schlussphase richtete sich die Konzentration dann eben auch auf unwichtigere Dinge – und der haushohe Favorit, der auch in dieser Saison den Deutschen Meistertitel anpeilt, setzte sich ab. „Wir haben jetzt eine weitere Erfahrung sammeln dürfen“, bilanzierte Cordes. Neben dem Lob gab es von Bob Hanning noch eine Art Ritterschlag für den Aufsteiger: „Ich kann dem Gegner nur ein Kompliment machen. Vor dieser Kulisse zu spielen, hat großen Spaß gemacht. Der TV Oyten spielt zu Recht in der Bundesliga.“

Quelle: Achimer Kurier  -  Autor: Florian Cordes

13.11.2017, 00:43 Uhr Presseberichte

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TVO Vampires vs. MTV 1860 Altlandsberg
Datum: 26.11.2017
Uhrzeit: 15:00 Uhr
Halle: Pestalozzistraße 10, 28876 Oyten

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