Mehr oder weniger souverän

Es ist der erwartete Pflichtsieg des TV Oyten geworden – nicht mehr und nicht weniger. Der TVO hat am Dienstag den VfL Stade mit 30:23 bezwungen.

Oyten. Die Partie zwischen den Handballerinnen des TV Oyten und des VfL Stade ähnelte ein wenig einer Berg- und Talfahrt. Gute Phasen wechselten sich beim TVO in Regelmäßigkeit mit schlechteren ab. Am Ende gewannen die Gastgeberinnen aber. Oyten feierte durch ein 30:23 (16:11) den zweiten Sieg in der noch jungen Saison der 3. Liga Nord.

Sebastian Kohls hatte vor der Begegnung bereits gesagt, dass für ihn nur die zwei Punkte zählen. Daher war er nach dem Abpfiff auch zufrieden. „Wir haben mit sieben Toren gewonnen. Daher ist alles gut. Es gibt keinen Grund zu meckern“, sagte der Trainer des TV Oyten. Allerdings gab er auch zu, dass seine Sieben noch nicht über 60 Minuten die Art Handball spielt, wie es der Trainer des amtierenden Titelträgers gerne sehen möchte: „Komplett zufriedenstellend ist die Leistung sicherlich nicht gewesen. Gegen einen stärkeren Gegner hätte es heute vermutlich nicht gereicht. Wir hatten aber auch viele gute Aktionen im Spiel. Dennoch finden wir nach schwächeren Phasen den Faden nicht sofort wieder. Das sind noch die Nachwirkungen aus dem ersten Spiel gegen Henstedt.“

Beim Saisonauftakt gegen den SV Hen-stedt-Ulzburg traten die „Vampires“ schwach auf und verloren dementsprechend deutlich mit 28:35. Von diesem Erlebnis habe sich seine Sieben noch nicht komplett erholt. „Es läuft noch nicht in die Richtung, in die es eigentlich gehen soll“, sagte Sebastian Kohls.

Vor der Pause wird es deutlich

Er wollte seine Mannschaft aber nicht zu sehr kritisieren. Denn schlussendlich hatte sie das von ihm eingeforderte Ziel erreicht: die zwei Punkte. Kohls sei sich schon recht früh sicher gewesen, dass sein TV Oyten das Spiel gewinnt. Als sein Team sich nach einer lange Zeit ausgeglichenen ersten Halbzeit bis zur Pause doch noch auf 16:11 abgesetzt hatte und kurz nach dem Seitenwechsel sogar auf 18:11 (32.) davongezogen war, sei der Erfolg im Grunde nicht mehr gefährdet gewesen.

In der Folge zeigte sich aber, dass der Meister aktuell noch nicht in der Lage ist, einen deutlichen Vorsprung auch zu behalten. Denn der Aufsteiger aus Stade pirschte sich wieder an den Favoriten heran. „Beim 18:11 war noch alles toll“, sagte Kohls. „Wir spielen danach auch gut weiter, aber machen unsere Tore nicht mehr. Wir sind da zu lethargisch.“ Hinzu kam noch, dass das Niveau der Begegnung immer mehr nach unten ging. Die Staderinnen leisteten sich etliche Abspielfehler. Der TVO wirkte hingegen im Angriff ideenlos und tat sich schwer, die Lücken zu reißen.

Obwohl Stade nicht gut spielte, verkürzte es den Rückstand: Neun Minuten vor dem Abpfiff betrug die Führung des TV Oyten nur noch zwei Törchen – 23:21. Spannend sollte es jedoch nicht mehr werden. Denn die Kohls-Sieben fand wieder aus dem Tal heraus und marschierte bergauf: Mit einem 3:0-Lauf stellten die Gastgeberinnen auf 26:21. Sechs Minuten waren zu diesem Zeitpunkt noch zu spielen. Die Gastgeberinnen bauten ihren Vorsprung noch auf sieben Treffer aus, sodass nach 60 Minuten dann doch noch ein mehr oder weniger souveräner Sieg zu Buche stand.

Süchting lässt Talent aufblitzen

Insgesamt war aber zu erkennen, dass auf den TV Oyten in den kommenden Wochen noch viel Arbeit wartet, um an die Erfolge aus der Vorsaison anknüpfen zu können. Dennoch waren auch positive Dinge zu erkennen. Die junge Liv Süchting, die mit einem Doppelspielrecht versehen auch noch für die A-Jugend der HSG Nienburg spielt, ließ ihr Talent gegen den VfL Stade hin und wieder aufblitzen.

Nun gilt die Konzentration von Kohls dem nächsten Spiel: Am 14. Oktober geht es zur HG OKT. „Dort können wir ohne Druck aufspielen“, meinte der Trainer.

Entnommen aus:
Achimer Kurier - Autor: Florian Cordes

05.10.2017, 08:51 Uhr Presseberichte

Nächstes Spiel

TVO Vampires vs. TSV Nord Harrislee
Datum: 22.10.2017
Uhrzeit: 15:00 Uhr
Halle: Pestalozzistraße 10, 28876 Oyten

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