Erneut unentschieden

Handball A-Jugend-Bundesliga

Das „Dorfduell“ im deutschen Handball-Oberhaus hat keinen Sieger hervorgebracht. Die A-Jugend des TV Oyten trennte sich daheim von der HSG Grüppenbühren-Bookholzberg unentschieden.

Wieder ist es knapp gewesen. Aber dieses Mal hat es für die A-Jugend-Handballer des TV Oyten zumindest zu einem Punkt gereicht. Die Partie zwischen dem Bundesliga-Neuling aus dem Kreis Verden und Mitaufsteiger HSG Grüppenbühren/Bookholzberg endete 23:23 (13:12).

Dabei hatte es zehn Minuten vor dem Ende nicht danach ausgesehen, als würde die Mannschaft von Trainer Thomas Cordes einen Punkt bejubeln dürfen. Mit 22:19 lagen die Gäste in der Pestalozzihalle vorne. In einer hektischen Schlussphase mit vielen Zeitstrafen fand Oyten zurück in die Partie. Noah Dreyer glich zunächst per Siebenmeter zum 22:22 aus. Die erneute Führung der Gäste beantwortete Max Borchert drei Minuten vor Ultimo mit dem Treffer zum 23:23. In der verbleibenden Zeit hatten beide Teams die Chance zum Sieg – ein Treffer sollte aber nicht mehr fallen.

Thomas Cordes musste nach der nervenaufreibenden Schlussphase erst einmal durchschnaufen. Man habe sich im Vorfeld der Partie fest vorgenommen, sagte Oytens Trainer, beide Zähler aus dem Derby mitzunehmen. „Auch wenn wir in den letzten 40 Sekunden noch einmal in Ballbesitz waren, müssen wir mit dem Punkt zufrieden sein. Wir haben uns gegen die starke Deckung des Gegners zu viel in der Kleingruppe verzettelt und hätten mehr über die Außen kommen müssen.“ Mit seiner Analyse lag Cordes richtig. Kam das Spielgerät nämlich einmal auf die Flügel, dann war es in der Regel ein Tor. Nicht von ungefähr avancierte mit Kilian Tiller ein Außenangreifer zum besten Werfer aus dem Feld heraus. Linkshänder Tiller traf bei fünf Versuchen fünf Mal. Noah Dreyer brachte es auf doppelt so viele Treffer. Sieben seiner insgesamt zehn Tore resultierten aus verwandelten Siebenmetern.

Hektische Schlussphase

Zunächst hatte der TVO in dem Duell der beiden „Dorfklubs“ geführt. Die Abwehr um die Mittelblocker Timo Blau und Malte Meyer stand gut, und dahinter hatte Keeper Mathis Köhlmoos nach fünf Minuten bereits seine vierte Parade bejubelt. Der Lohn: Oyten zog über 5:2 auf fünf Tore davon. Kilian Tiller hieß der Torschütze zum 9:4 (15.). Was die rund 300 Zuschauer zu diesem Zeitpunkt nicht ahnen konnten: Die stärkste Phase der Cordes-Sieben war damit vorbei. Nach einer Auszeit veränderten sich die Kräfteverhältnisse. Oyten fand kaum noch Mittel gegen die Abwehr. Der Vorsprung schrumpfte. 30 Sekunden vor der Halbzeit brachte Henk Braun die HSG auf 12:13 heran. Nach dem Wechsel machte Bookholzberg dort weiter, wo es vor der Pause aufgehört hatte. Eine Viertelstunde mussten die Zuschauer auf das erste TVO-Feldtor warten. Mohamed Sibahi erzielte es zum 18:19. Zuvor hatte Noah Dreyer vier Mal vom Punkt getroffen.

In der Schlussviertelstunde machten sich dann Tobias Meyer und Hendrik Engelhardt auf beiden Seiten keine Freunde. Bei nahezu jedem Versuch entschieden die Schiedsrichter auf Siebenmeter. Bei den Duellen vom Punkt erwies sich Noah Dreyer nervenstärker als sein Gegenüber Bennet Krix. Der achtfache Torschütze der HSG scheiterte beim Stand von 22:20 an Milhan Yavas. Kurios dann auch die Schlussphase: 15 Sekunden waren noch auf der Uhr als die Gäste-Deckung Mohamed Sibahi fast aus der Hose holte. Die Schiedsrichter entschieden aber auf Zeitspiel. Die Gäste kamen noch einmal in Ballbesitz. Fünf Sekunden waren für einen finalen Abschluss aber zu wenig. Einige „schwierige Entscheidungen“ seien dabei gewesen, meinte Thomas Cordes. „Das werde ich mir in Ruhe noch einmal ansehen.“ Sein Gegenüber Stefan Bus zeigte sich indes mit dem zweiten Bundesliga-Punkt zufrieden. „Wir hatten nicht die stärkste Formation dabei und einige Spieler waren angeschlagen, meine Mannschaft hat heute eine große Moral bewiesen.“

Quelle: Achimer Kurier - Autor: Jürgen Prütt

25.09.2017, 09:35 Uhr Presseberichte

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