Wenig meisterlich

Ihren Saisonstart hatten sich die Handballerinnen des TV Oyten komplett anders vorgestellt. Aufgrund einer schwachen Leistung verlor der Titelträger verdient gegen Henstedt.

Der Titelverteidiger der 3. Liga ist in die neue Saison gestartet. Und das Ergebnis hätte kaum schlechter sein können. Die Drittliga-Handballerinnen des TV Oyten kassierten gegen den SV Henstedt-Ulzburg eine hohe Schlappe. Mit 28:35 (17:19) verloren die „Vampires“ gegen den Dritten der Vorsaison. Der Titelträger spielte wenig meisterlich. Die Oytenerinnen fanden nicht in die Spur – was zu einem gewissen Anteil auch an Trainer Sebastian Kohls lag.

Der Coach war nach der Begegnung mächtig angefressen. Zum einen ärgerte er sich über die Leistung seiner Spielerinnen, die am Sonntag ganz einfach nicht gut gewesen ist. Kohls war aber auch deshalb frustriert, weil er seinem Team eine Viertelstunde vor dem Abpfiff einen Bärendienst leistete. Der TVO hatte gerade eine kleine Aufholjagd gestartet und von 22:26 auf 24:26 verkürzt. Zu diesem Zeitpunkt leistete sich Sebastian Kohls einen unnötigen Kommentar in Richtung der Schiedsrichterinnen Jennifer Hopp und Julia Oldenburg, weil diese nicht gesehen hatte, dass das Knie von Henstedts Katharina Rahn blutete. Kohls sah folgerichtig eine Zweiminutenstrafe. „Das war von mir natürlich vollkommen dumm“, wusste Kohls um seinen Fehler. Die Aufholjagd wurde so abrupt gestoppt. Der SVHU zog wieder auf fünf Tore davon (29:24) und ließ sich die zwei Punkte am Ende auch nicht mehr entreißen.

Das Tempo fehlt

Es war aber nicht nur die Zeitstrafe gegen Kohls, die für die Niederlage verantwortlich war. Der TVO-Trainer hatte im Vorfeld noch gesagt, dass die Mannschaft, die mehr Fehler macht, dieses Spitzenspiel verliert. Es sollte seine Sieben sein, die sich zu viele Patzer leistete. Selbst die erfahrene Leistungsträgerin Jacqueline Reinhold fing im Laufe der zweiten Halbzeit damit an, den Ball unbedrängt ins Seitenaus zu werfen. Darüber hinaus fehlte im Spiel der Oytenerinnen der Schwung. Während Henstedt viele Gegenstöße lief, war diese Disziplin beim TVO nur äußerst selten zu beobachten. „Wir haben eine hohe Fehlerquote an den Tag gelegt, die so einfach nicht in Ordnung ist“, monierte Sebastian Kohls.

Dass die Gastgeberinnen nicht zu ihrem Tempospiel kommen, hatten sich die Gäste fest vorgenommen. „Wir haben mit unserer Deckung bei TV Oyten das Tempo rausgenommen. Wir haben es einfach gut gemacht. Ich denke, das war die Grundlage für unseren Sieg“, meinte Henstedts neuer Trainer Sven Rusbült.

Während die Gäste, die neben dem TVO auch in dieser Saison wieder zum Kreis der Favoriten zählen, eine gute Deckung spielte, fanden die „Vampires“ zu keinem Zeitpunkt ein Mittel gegen den starken Rückraum des SVHU. Katharina Rahn, Marleen Kadenbach und Tina Genz trugen nicht nur die gleichen Schuhe, sondern stellten die Abwehr der Kohls-Sieben immer wieder vor Probleme. Spätestens beim 26:33 (55.) war jedem Betrachter des Spiels klar, dass der TV Oyten diese Begegnung nicht mehr gewinnen wird.

Oytens Kreisläuferin Jana Kokot vermisste nicht nur das spielerische Können. „Ich will nicht sagen, dass die Einstellung nicht stimmte. Aber es hat der letzte Biss gefehlt, über 60 Minuten zu kämpfen“, sagte sie. „Zudem war die Zeitstrafe gegen Sebastian ein Genickschuss für uns.“ Der Trainer erklärte nach der Partie, dass bei seinem Team noch sehr viel Luft nach oben vorhanden sei. „Und es ist natürlich sehr ungünstig, auf diese Art und Weise zu starten“, meinte Coach Kohls. „Zwischendurch haben wir ja auch gezeigt, wie stark wir sein können. Aber insgesamt war das zu wenig. Wir haben in allen Bereichen zu viele Sachen vermissen lassen.“ Daher zweifelte nach der Partie auch niemand, dass der Sieg des SV Henstedt-Ulzburg mehr als verdient war.

Quelle: Achimer Kurier - Autor: Florian Cordes

18.09.2017, 14:36 Uhr Presseberichte

Nächstes Spiel

SV Henstedt-Ulzburg vs. TVO Vampires
Datum: 13.01.2018
Uhrzeit: 18:00 Uhr
Halle: Maurepass Straße 67, 24558 Henstedt-Ulzburg

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