Das Tempo steigt wieder

Das Finale der Vorsaison ist in der 3. Handball-Liga der Frauen dramatisch gewesen. Jetzt konzentriert sich der Meister aus Oyten auf die neue Serie.

Oyten. Die Anspannung des Endspurts der vergangenen Saison ist einer gewissen Lockerheit gewichen. Unterhält man sich mit Sebastian Kohls, ist diese förmlich zu spüren. Doch der Trainer der Drittliga-Handballerinnen vom TV Oyten zieht das Tempo nun wieder an. Schließlich gilt es, ab September eine Meisterschaft zu verteidigen. In der langen Vorbereitung wollen sich die „Vampires“ die Grundlagen erarbeiten, um die 3. Liga Nord ein weiteres Mal aufzumischen.

Um wirklich wieder oben angreifen zu können, müsse vor allem eines stimmen, meint Kohls: der Fitnesszustand seiner Spielerinnen. „Mit dem bin ich allerdings schon jetzt extrem zufrieden“, freut sich Kohls. Seine Handballerinnen haben in diesem Sommer einmal mehr bewiesen, dass ihr Trainer ihnen vertrauen kann. Denn einen Großteil der Übungen, um die Kondition zu stärken, haben Kohls und sein Co-Trainer Sven Warnke den Frauen quasi als Hausaufgaben mit in die Sommerpause gegeben. „Im Grunde sind die Mädels jetzt schon in der fünften Trainingswoche. Drei Wochen haben sie allerdings ohne uns trainiert“, erklärt Kohls im Gespräch mit unserer Zeitung.

Jede Spielerin habe ihren persönlichen Trainingsplan mit nach Hause bekommen – und diesen scheinbar gut umgesetzt. Anders ist die Zufriedenheit von Sebastian Kohls sonst nur schwer zu erklären. „Wir sind im konditionellen Bereich schon sehr weit. Daher können wir schon jetzt mit der Verbesserung der Schnellkraft beginnen.“

Andere Herangehensweise

Ein erster, wenn auch sehr kleiner Schritt ist in Richtung neue Saison schon einmal geschafft. Über mögliche Ziele will Sebastian Kohls aber noch lange nicht reden. Schon gar nicht über den erneuten Gewinn des Titels. „Meister zu werden, kann meiner Meinung nach nie das Ziel sein“, meint Kohls. „Außerdem wollen wir die Saison dieses Mal ein bisschen anders angehen.“ Vor einem Jahr habe man sich schon vor Beginn der Vorbereitung über mögliche Saisonziele unterhalten. „Wir wussten damals, dass mit unserem Kader viel zu holen sein kann“, erinnert sich Kohls. Obwohl der TV Oyten über den wohl stärksten Kader verfügte, blieb der Titelkampf bis zum letzten Spieltag spannend. Im Sommer 2017 wollen sich Kohls und Warnke erst einmal ein Bild von ihrer Mannschaft machen. „Wir werden erst mal zwei Wochen ins Land ziehen lassen. Dann wollen wir sehen, wie bissig der Kader in diesem Jahr ist.“

Grundsätzlich hat sich das Meisterteam nur wenig verändert. Kohls kann auch in der Saison 2017/2018 auf seine starke Achse Jana Kokot/Denise Engelke/Jacqueline Nowak bauen. Dieses Trio hatte am Titelgewinn einen riesigen Anteil. Nicht mehr im Kader stehen hingegen Kim Pleß, Karina Zitnikov, Marielle Juricke und Martina Bilic. Lena Schulz tritt zudem kürzer. Fürs Erste muss Kohls aber auch ohne eine seiner wichtigsten Spielerinnen auskommen – die schwangere Lisa Bormann-Rajes. „Ich hoffe aber, dass wir sie im Laufe der Saison noch sehen“, sagt er. „Wir geben Lisa aber alle Zeit, die sie braucht.“

Mit Lisa Goldschmidt, Liv Süchting, Victoria Otten und Tabea Webner stehen vier neue Spielerinnen im Kader des Drittligisten. Vor allem Letztere erhielt von ihrem Coach schon ein frühes Lob: „Sie ist eine richtig gute Handballerin.“ Bevor Tabea Webner ins Blickfeld des Drittligisten kam, spielte sie zuletzt bei der SG HC Bremen/Hastedt in der Landesliga. Ein wenig zu tief, findet Kohls. Er traut der jungen Linkshänderin den Durchbruch in der 3. Liga zu.

Kohls hat Überraschung parat

Wichtige Rollen während der Vorbereitung spielen auch in diesem Jahr die Testspiele. Und es warten einige Partien auf die „Vampires“: In Blomberg und Bad Salzuflen nimmt das Kohls-Team an Turnieren teil. Auch in der Pestalozzihalle wird es ein Turnier zur Vorbereitung geben. Für den 27. August hat man sich den VfL Stade und ein Team aus Rostock eingeladen. Zudem gastiert am 20. August der Zweitligist SVG Celle in Oyten.

Darüber hinaus steht noch ein Trainingslager an. Wohin es geht, will Kohls wie vor einem Jahr nicht verraten. „Letztes Mal ging es nach Überraschungshausen, diesmal fahren wir ins Überraschungsdorf“, sagt der Trainer augenzwinkernd. Ernst wird es für den Meister am 17. September mit einem Heimspiel. Gleich zum Auftakt steht ein Knaller ins Haus. Denn es geht gegen den SV Henstedt-Ulzburg. Mit diesem Team hat die Kohls-Sieben in der Vorsaison bis zum Schluss um den Titel gerungen.

Quelle: Achimer Kurier - Autor: Florian Cordes

01.08.2017, 14:53 Uhr Presseberichte

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Halle: Hansestraße, 21614 Buxtehude

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