Kohls – aktuell ist der Akku leer

Titelrennen fordert seinen Tribut beim TVO-Meistertrainer

Oyten. Das Saisonfinale der TV Oyten Vampires – es war nichts für schwache Nerven. Am Ende war das auf Seiten der Vampires jedoch schnell vergessen. Denn die Handballerinnen um Trainer Sebastian Kohls sicherten sich am letzten Spieltag durch das 29:29 in Minden im Fernduell mit dem SV Henstedt-Ulzburg die Meisterschaft in der 3. Liga.



Herr Kohls, haben sie das vergangene Wochenende schon verarbeitet?

Sebastian Kohls: Noch nicht so ganz. Dafür waren die vergangenen Wochen auch viel zu anstrengend. Schließlich war der Druck schon extrem groß. Außerdem ist mit dem Saisonende unsere Arbeit ja noch nicht beendet.

Können Sie das näher erläutern?

Kohls: Wir werden jetzt ja noch nicht aufhören zu trainieren. Darüber hinaus werden wir jetzt die Gespräche mit den Spielerinnen hinsichtlich der neuen Saison intensivieren. Dafür hat es zuletzt keine Zeit gegeben.

Wie ist denn da der aktuelle Stand. Kann davon ausgegangen werden, dass der Kader mit Ausnahme von Kim Pleß so zusammenbleibt?

Kohls: Verbindlich kann ich das nicht sagen. Klar ist nur, dass uns Kim verlassen wird. Allerdings befinden wir uns in guten Gesprächen. Daher bin ich ganz zuversichtlich, dass es keine weiteren Abgänge geben wird. Gut möglich, dass wir aber noch die eine oder andere Spielerin von Außen dazubekommen.

Heißt das im Umkehrschluss, dass Sie auch weiterhin als Trainer zur Verfügung stehen. Oder gibt es da schon gewisse Abnutzungserscheinungen?

Kohls: Natürlich gibt es in dieser Hinsicht nach der langen Zeit in Oyten auch mal gewisse Überlegungen. Doch auch wenn mein Akku aktuell sehr leer ist und ich momentan sicher mal eine Pause brauche, macht mir die Arbeit weiterhin viel Spaß. Daher sollte einer Verlängerung für ein weiteres Jahr nichts im Wege stehen.

Der Trainer bleibt voraussichtlich an Bord, die Mannschaft nahezu zusammen. Da kann das Ziel für die kommende Saison doch nur die Titelverteidigung sein, oder?

Kohls: Prinzipiell schon. Aber ich habe schon immer gesagt, dass Meisterschaften nicht planbar sind. Von daher werden wir erneut einen der ersten drei Plätze als Ziel ausgeben. Denn auch wenn wir um unsere Stärken wissen, werden Mannschaften wie Henstedt und Jörl sicher auch ein gewichtiges Wörtchen im Titelrennen mitreden wollen.

Auch wenn sich Ihr Team eine kleine Schwächephase erlaubte, hatte es gegenüber der Konkurrenz doch den längeren Atem. Warum?

Kohls: Gewisse Schwankungen sind während einer Saison doch ganz normal. Natürlich hatten wir auch das nötige Quäntchen Glück, dass wir weitestgehend von größeren Verletzungen verschont geblieben sind. Darüber hinaus war unser Kader qualitativ sehr breit aufgestellt, sodass wir Ausfälle gut kompensieren konnten. Zudem hat es auch menschlich sehr gut gepasst. Denn auch wenn mal jemand nicht gespielt hat, gab es keine Probleme. Von daher gucken wir in Sachen externer Neuzugänge nicht nur auf das sportliche Leistungsvermögen. Auch die Chemie muss passen.

Apropos passen: Nicht ganz gepasst haben dürfte Ihnen vermutlich die hohe Anzahl an Gegentoren, oder?

Kohls: Was die Deckungsarbeit angeht, gibt es sicher noch Luft nach oben. Dennoch kann ich mich mit unserer Defensive identifizieren. Ich bevorzuge nun mal den attraktiveren Tempohandball. Und da wir in der Offensive über eine extrem hohe Qualität verfügen, steht alles noch in einem guten Verhältnis. Zumal wir gerade in den engen Spielen in der Schlussphase immer zulegen konnten. Das ist neben der harten Vorbereitung auch den intensiven Trainingseinheiten geschuldet. Daher können sich alle schon jetzt auf den Sommer freuen.

Abschließende Frage: Würde Sie nach den langen Jahren als Damentrainer nicht auch mal ein Herrenteam reizen?

Kohls: Das wäre sicher mal eine Überlegung wert. Momentan ist das für mich aber keine Option.

Entnommen aus:
Kreiszeitung - Auto: Kai Caspers

03.05.2017, 09:51 Uhr Presseberichte

Nächstes Spiel

TVO Vampires vs. SV Henstedt-Ulzburg
Datum: 17.09.2017
Uhrzeit: 15:00 Uhr
Halle: Pestalozzistraße 10, 28876 Oyten

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