TV Oyten Vampires reicht ein 29:29 in Minden zur Meisterschaft

Der verdiente Lohn

Oyten - Die letzte Hürde auf dem Weg zur Meisterschaft – sie wäre für die Damen des Handball-Drittligisten TV Oyten Vampires mit einem Sieg beim Tabellenvorletzten HSV Minden-Nord vermeintlich einfach zu nehmen gewesen. Ganz so einfach wurde es dann aber nicht.

„Wir mussten erneut alles abrufen. Aber dafür sind wir dann ja auch mit dem Titel belohnt worden“, atmete Oytens Trainer Sebastian Kohls nach dem 29:29 (15:13) kräftig durch.

Kurze Schwächephase vor der Pause

Die Ausgangslage vor dem letzten Saisonauftritt in Minden – sie war ganz klar definiert. Nur bei einem Sieg hätten die TVO-Damen den Titel sicher. Im Falle eines Unentschiedens oder einer Niederlage wäre das Kohls-Team auf Schützenhilfe der JSG Jörl im Duell beim direkten Konkurrenten in Henstedt angewiesen. Und zunächst hatte es den Anschein, als sollten die Vampires diese nicht benötigen.

„Auch wenn es das erwartet schwere Spiel gewesen ist und Minden ziemlich viel Gegenwehr geleistet hat, haben wir den Gegner eigentlich kontrolliert“, wähnte sich Kohls nach einem Treffer von Jacqueline Nowak zum 14:10 (26.) bereits auf einem guten Weg. „Danach haben wir kurz vor dem Wechsel aber noch zwei dumme Tore kassiert“, ärgerte sich Oytens Trainer über das für ihn vermeidbare 15:13 zur Pause.
Alle Blicke auf den Liveticker vom Parallelspiel

Der Auftakt in die zweite Hälfte verlief dann aber alles andere als optimal. Ehe sich die Vampires versahen, hatten die um den Klassenerhalt kämpfenden Gastgeberinnen nicht nur zum 15:15 ausgeglichen, sondern sogar ein 19:16 (37.) vorgelegt. „Da sind wir einfach nicht aus den Startlöchern gekommen. Aber den Schuh muss ich mir auch anziehen, da es meiner Wechselpolitik geschuldet war“, zeigte sich Kohls selbstkritisch, da er mit der gleichen Formation wie vor der Pause hatte beginnen lassen.

Urplötzlich war es ein ganz anderes Spiel, witterte Minden seine letzte Chance auf den Ligaverbleib. Nach dem 19:21 sorgten Patricia Lange und Kea Drewes mit einem Doppelschlag für den Ausgleich zum 21:21 (45.) und nötigten die Gastgeberinnen damit zu einer Auszeit. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war allen auf Seiten der Vampires klar, dass die Partie spannend bis zum Schluss bleiben würde. Kein Wunder, dass die Handys nun ein fester Bestandteil auf der Oytener Bank waren, um sich mittels Liveticker über den Zwischenstand aus Henstedt zu informieren. „Irgendwann war das dann auch notwendig, um entsprechend reagieren zu können“, erklärte TVO-Trainer Kohls die Maßnahme.
Keine Panik trotz vier Toren Rückstand

Neun Minuten vor dem Ende herrschte dann auf Seiten der Vampires trotz des 23:27-Rückstands auch keine Panik, da der direkte Konkurrent aus Henstedt ebenfalls mit drei Toren zurücklag. Genau in dieser Phase unterstrichen die TVO-Damen ihre extrem große Qualität. „Wie in der gesamten Saison haben wir auch dieses Mal nicht die Ruhe verloren, sondern weiter an uns geglaubt und Vollgas gegeben“, war Kohls voll des Lobes. Dank einer konzentrierten Vorstellung starteten die Vampires eine erfolgreiche Aufholjagd, die Patricia 27 Sekunden vor dem Ende mit dem letztlich glücklichen Treffer zum 29:29-Endstand krönte und die Meisterschaft damit endgültig perfekt machte. Gleichzeitig besiegelte sie damit den Abstieg des HSV, für den der eine Punkt zu wenig war im Fernduell mit Wismar.

„Mit unserem knappen Kader ging das noch einmal mächtig an die Substanz. Daher sind wir auch froh, dass wir es geschafft haben“, war Kohls die Freude deutlich anzuhören. Daher konnte er es auch mit einem Schmunzeln zur Kenntnis nehmen, dass es keine Meisterehrung im Anschluss durch den DHB gegeben hat: „Das muss nachgeholt werden. Denn wie uns der Deutsche Handballbund mitgeteilt hat, ist die Meisterschale augenscheinlich auf dem Postweg irgendwie verloren gegangen!“

Quelle: Kreiszeitung - Autor: Kai Caspers

01.05.2017, 14:05 Uhr Presseberichte

Nächstes Spiel

TVO Vampires vs. SV Henstedt-Ulzburg
Datum: 17.09.2017
Uhrzeit: 15:00 Uhr
Halle: Pestalozzistraße 10, 28876 Oyten

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