OYTEN(bjl). Nachdem Recklinghausen seine Mannschaft aus der 2. Handball-Bundesliga zurückgezogen hat, wartet auf den TV Oyten an diesem Sonntag das letzte Heimspiel in dieser Saison. Um 15 Uhr gibt der TSV Travemünde seine Visitenkarte beim Aufsteiger ab.
Nur gut, dass Kim Pleß, sie feierte gestern ihren 21. Geburtstag, wieder mit von der Partie ist. Zwar setzte Oytens Spielmacherin zu Beginn der Woche mit dem Training aus, doch letztlich hat sich ihre Knieverletzung aus der Partie in Greven als nicht so schwerwiegend herausgestellt. Ihr Mitwirken dürfte die Chancen des TVO auf einen Erfolg erheblich steigern. Die Aufgabe wird jedoch nicht einfach. Denn zuletzt erwies sich Travemünde als ziemlich bissig, machten die „Raubmöwen“ ihrem Namen alle Ehre. Eine Bilanz von 10:4-Punkten ist nicht von der Hand zu weisen. Dazu kommt, dass der TVO im Hinspiel ein deutliches 26:32 kassierte. Somit ist auf jeden Fall Revanche angesagt. „Natürlich peilen wir einen Heimsieg an“, stellt Kim Pleß klar. Oytens Coach Sascha Rajkovic stößt ins gleiche Horn. „Im letzten Heimspiel erwarte ich noch einmal Vollgas. Außerdem haben meine Spielerinnen genügend Motive, um das Spiel zu gewinnen.“
Der 45-jährige Serbe stellt vor seinem drittletzten Auftritt klar: „Für die endgültige Rettung brauchen wir noch zwei Punkte. Sollten wir das schaffen, wäre das ein großer Erfolg für mein junges Team.“ Personell können die Gastgeberinnen dabei auf ihre stärkste Formation bauen. Soll heißen: Auch Jacqueline Reinhold – sie musste nach der Partie in Greven wegen eines Cuts über dem Auge noch ins Krankenhaus – ist mit von der Partie. Gleiches gilt für Jana Kokot, die über großes Potenzial verfügt.
Auch die Gäste sind frei von jeglichen Verletzungen, können auf ihre stärkste Formation zurückgreifen. Für Co-Trainer Olaf Speckmann wird es dennoch ein schwerer Gang nach Oyten. Wie Speckmann anmerkt, werde sein Team von einer Sonderbewachung für Oytens Toptorschützin Reinhold absehen. Vielmehr soll die groß gewachsene Deckung im Verbund mit dem Torhüterduo den eventuellen Oytener Angriffswirbel stoppen. „Oyten soll sich uns anpassen“, merkt Speckmann an. „Wir dürfen den TVO auf keinen Fall unterschätzen, wollen auf jeden Fall die Halle als Sieger verlassen“, lässt Travemündes Co-Trainer keine zwei Meinungen gelten.
Entnommen aus:
Achimer Kreisblatt vom 05.03.10; Autor: Björn Lakemann;