Oyten. Die Kraft hat nicht gereicht beim TV Oyten: Mit 24:32 (12:11) mussten sich die Handballerinnen aus dem Landkreis Verden im Punktspiel der 2. Bundesliga Nord beim SC Greven 09 noch relativ deutlich geschlagen geben, obwohl sie sich mit dem nordrhein-westfälischen Spitzenteam einen völlig offenen Schlagabtausch geliefert und nach einer 4:0-Führung den ersten Durchgang weitgehend bestimmt hatten.
Doch am Ende mussten die Schützlinge von Trainer Sascha Rajkovic dem Kräfteverschleiß Tribut zollen. Und auch einer gehörigen Portion Verletzungspech, das die Oytenerinen kurz vor der Pause heimsuchte. Erst musste mit Kim Pleß (Knie verdreht) die zentrale Rückraumfigur aus dem Spiel genommen werden, dann zog sich Torjägerin Jacqueline Reinhold eine Augenbrauen-Platzwunde zu, die zwar mit einem elastischen Klebeverband gestillt werden konnte, die Rückraumlinke in ihren Möglichkeiten aber sichtlich einschränkte.
Nicht von ungefähr geriet der geschwächte TV Oyten ausgerechnet zu einem Zeitpunkt auf die Verliererstraße, als er nach zwei Zeitstrafen für das Team von Ex-Nationalspielerin Franziska Heinz den Vorteil eigentlich auf seiner Seite hatte. Beim Stand von 19:18 wurde Jenny Volkmer für zwei Minuten von der Platte verwiesen, doch der in Überzahl spielende Gast war es, der in dieser Phase das einzige Tor kassierte. Kurz darauf erhielt Sarah Everding eine Zeitstrafe, und Greven baute den Vorsprung sogar um zwei weitere Treffer auf nun 24:19 aus. "Das konnten wir nicht mehr kompensieren", gab Sascha Rajkovic zu, der ansonsten mit seiner Mannschaft zufrieden sein durfte. "Wir haben in der Deckung sehr gut gestanden und in der ersten Halbzeit auch sehr konzentriert abgeschlossen." Ein Lob spendierte er Miriam Thamm, die nach der Verletzung von Kim Pleß in die Rückraumzentrale rückte.
TV Oyten: Heise, Klemmt; Müller (1), Reinhold (9/3), Katharina Kruse (4), Züter (6), Carolin Pleß (2), Anna-Lena Kruse, Kim Pleß (1), Kronschnabel, Thamm (1)
Entnommen aus:
Achimer Kurier vom 28.02.10; Autor: Michael Schön;