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22.02.10, 12:42 Uhr • Presseberichte
Nach 40 Minuten schon zehn Tore Vorsprung / 30:24 gegen Nord Harrislee / Klassenerhalt rückt immer näher
Oyten. "Noch vier Punkte, dann haben wir den Klassenerhalt sicher." Sascha Rajkovic strahlte am Sonntagnachmittag übers ganze Gesicht. Mit einem in der heimischen Pestalozzihalle errungenen 30:24 (15:9)-Erfolg über den TSV Nord Harrislee haben die von dem Serben trainierten Zweitliga-Handballerinnen des TV Oyten einen großen Schritt in Richtung Ligaverbleib gemacht.
"Die Mannschaft ist mit dem Druck gut umgegangen und hat sich an sämtliche Vorgaben gehalten", lobte Rajkovic. Mit Druck meinte der Oytener Trainer den am Vortag erzielten Sieg der HSG Stemmer/Friedewalde gegen den TSV Travemünde. Stemmer hatte sich damit bedrohlich nahe an den TVO herangeschoben. Nach dem souveränen Heimsieg gegen den TSV Nord Harrislee ist der Vorsprung des Zweitligisten aus dem Kreis Verden auf den Relegationsplatz zehn aber wieder drei Punkte groß. Zudem verfügt der TVO fünf Spieltage vor dem Saisonende über ein positives Torverhältnis und damit ein weiteres Ass im Ärmel.
Gegen Nord Harrislee waren die Spielerinnen von Sascha Rajkovic zunächst darum bemüht, nicht wie in den beiden vorangegangenen Heimpleiten sofort in Rückstand zu geraten. So waren vor 300 Zuschauern nach fünf Minuten immer noch keine Tore gefallen. Mit dem 1:0 von Janka Kronschnabel fiel aber der Druck von den Gastgeberinnen ab. Jacqueline Reinhold und Katharina Kruse ließen innerhalb von 60 Sekunden zwei weitere Treffer zum 3:0 folgen. Harrislee hatte den Abstand zunächst bis zum 7:4 (13.) gehalten, geriet anschließend aber deutlich auf die Verliererstraße. Der TVO ließ in der Defensive kaum noch gelungene Aktionen des Gegners zu und konnte es im Angriff verschmerzen, dass Jacqueline Reinhold nicht ihren besten Tag erwischt hatte. Vor allem Carolin Pleß und Jana Kokot waren mit jeweils drei Treffern dafür verantwortlich, dass der Oytener Vorsprung zur Halbzeit bereits sechs Tore betrug.
Im zweiten Durchgang machten die Gastgeberinnen da weiter, wo sie nach 30 Minuten aufgehört hatten. Spätestens nach einem Doppelschlag der starken Kreisläuferin Julia Züter zum 22:11 war die Begegnung entschieden. Bis dahin waren erst 40 Minuten gespielt. Rajkovic gewährte in der Folgezeit seinen Ergänzungsspielerinnen vermehrt Spielanteile. Den 30. Treffer erzielte beispielsweise Youngster Miriam Thamm mit einem verwandelten Siebenmeter in der Schlusssekunde.
Unter dem Strich waren die Gäste mit einer Sechs-Tore-Niederlage gut bedient. Hätte nicht Steffi Petersen zwischen den Pfosten des Tabellensechsten alles gehalten was zu halten war, Nord Harrislee hätte auch mit einer Packung wieder gen Heimat fahren können.
Auch Fee Klemmt und später Manuela Heise im Oytener Tor trugen ihren Teil dazu bei, dass der TVO das kommende Auswärtsspiel in Greven etwas entspannter angehen kann. Klemmt hielt bis zur 47. Minuten 13 Bälle an, darunter zwei Siebenmeter. Manuela Heise brachte in den letzten zwölf Minuten noch fünfmal die Hände an den Ball. Beste Werferin aus dem Feld heraus war die junge Jana Kokot mit sechs Treffern. "Ich habe bei den Einsatzzeiten auch zu berücksichtigen, dass Jana bei uns nicht den kompletten Trainingsumfang leistet, sie ist aber ein absoluter Gewinn für die Mannschaft", sagt Oytens Trainer. Über seine Zukunft will er derzeit nicht sprechen. "Mein Ziel ist der Klassenerhalt in der 2. Bundesliga, alles andere ist im Moment nicht so wichtig."

Entnommen aus:
Achimer Kurier vom 22.02.10; Autor: Jürgen Prütt;

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